Gute Aussichten für Erneuerbare Energien in Rumänien

(WK-intern) – Großes Interesse deutscher Investoren auf der Veranstaltung AHK Rumänien in Berlin

Bukarest / Berlin – Der Ausblick auf die Lage der erneuerbaren Energien in Rumänien und die Geschäftsmöglichkeiten, die deutschen Investoren auf diesem Markt offen stehen, standen im Mittelpunkt der am Freitag, den 27. April 2012, im Berliner Reichstag stattfindenden Veranstaltung “Erneuerbare Energien und Umweltinvestitionen in Rumänien”.

Dass das Interesse an dieser Thematik groß ist, konnte schon alleine an der Besucherzahl abgelesen werden – über 150 Teilnehmer trafen auf der Veranstaltung zusammen, die von der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Rumänischen Juristen-Vereinigung organisiert wurde.

In Deutschland selbst stehen Erneuerbare Energien und eine nachhaltige und umweltfreundliche Ausrichtung des Energiesektors schon seit langem auf der Tagesordnung. Spätestens seit dem endgültigen Austritt aus der Atomenergie im letzten Jahr ist klar, dass darin der zukünftige Schwerpunkt der deutschen Energieversorgung liegen wird. Aufgrund der europäischen Rahmengesetzgebung ist das Thema mittlerweile auch in Rumänien sehr aktuell. Denn aufgrund der 20/20/20 Richtlinie muss Rumänien seinen Energieverbrauch wie alle anderen EU-Länder bis 2020 um 20 % verringern und gleichzeitig den Anteil regenerativer Energien an der eigenen Gesamtenergieverbrauch sogar auf 24 % erhöhen. Die langjährige Erfahrung, die deutsche Unternehmer und Investoren auf dem Gebiet der Energieeffizienz und regenerativer Energien sammeln konnten, macht Rumänien gerade für sie attraktiv.

 

Dass die Thematik auf verschiedenen Ebenen von Bedeutung ist, spiegelte sich auch in der Präsenz der Referenten wider. So waren politische Vertreter aus beiden Ländern anwesend, wie Gunther Krichbaum, MdB (Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestages), Dr. h.c. Susanne Kastner, MdB (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D.), Dr. Lazăr Comănescu (Botschafter Rumäniens in der Bundesrepublik Deutschland) und Gheorghe Popescu (Präsident der Verwaltung des Umweltfonds). Des Weiteren ermöglichten die zahlreichen Vorträge von Vertretern aus den relevanten Behörden, der Wirtschaft und dem Bereich der rechtlichen Fragestellungen, auch alle anderen wichtigen Aspekte thematisch zu erfassen. So wies Dr. Petru Lificiu, Vizepräsident der Rumänischen Nationalen Behörde zur Regulierung des Energiesektors (ANRE) darauf hin, dass die rumänische Regierung mit der Umsetzung der 20/20/20-Richtlinie nicht bis zum letzten Moment warten wolle, sondern ganz im Gegenteil sofort handeln werde. Dementsprechend habe der rumänische Staat seine Anreizstruktur so ausgerichtet, dass insbesondere sehr bald durchgeführte Investitionen gefördert werden. Daher sei ein Wachstum in der Branche schon dieses Jahr zu erwarten. Dass das Geld für die notwendigen Investitionen knapp werden könnte und dass Investoren nur zögernd den Markt angehen, wurde als unwahrscheinlich angesehen. Zwar seien einige Mittel aus relevanten EU-Fördertöpfen schon ausgeschöpft. Experten wie Gregor Vogrin, Geschäftsführer der GCI Management GmbH (Bukarest), sind allerdings zuversichtlich, dass momentan anderweitig verplante EU-Mittel künftig neu zugeteilt werden und somit für diese Investitionen genutzt werden können. Von deutscher Seite wurde die Attraktivität des rumänischen Marktes anerkannt. Gleichzeitig wiesen die anwesenden Unternehmer daraufhin, dass darüber hinaus insbesondere Rechtsicherheit, Stabilität sowie Vertrauen in die rumänischen Partner wichtig für eine Investitionsentscheidung seien.

Abschließend rundeten Vorträge zu praktischen Aspekten eines Markteinritts wie der von Bianca Krakkai (Deutsch-Rumänische Juristen-Vereinigung e.V.) über die rechtlichen Schritte zur Errichtung und Inbetriebnahme von Energieanlagen eine gelungene und informative Veranstaltung ab.

Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer
mailto:clodnitchi.roxana@ahkrumaenien.ro
http://rumaenien.ahk.de

PM: IWR

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