Energiegipfel: Merkel diskutiert nur mit Großkonzernen

Merkels Energiewende / Foto: HB
Merkels Energiewende / Foto: HB

(WK-intern) – Das große Energiegeschäft sollen sich einmal mehr die Großkonzerne teilen.

Vor den Türen des Energiegipfels stehen die Stadtwerke, Hersteller und Vertreter der erneuerbaren Energien.

Der beschleunigte Ausbau der Netzinfrastruktur, steht im Protokoll an erster Stelle des Treffens, und die Stromnetze gehören den großen Energieversorgern, die nun endlich die Trassen vom Norden in den Süden legen sollen.

Einige Städte und Bürger schreiten allerdings schon jetzt selber zur Tat und kaufen sich die gewinnbringenden Netze zurück, so wie in Berlin. (Lesen Sie unseren Artikel vom 25. April: Bürgerinnen und Bürger kaufen Berliner Stromnetz)

Das beim Gipfel zur Energiewende sind wieder nur Vertreter der Energiewirtschaft und Wissenschaftler eingeladen sind, nicht aber Firmen die seit Jahren Hersteller der erneuerbaren Energie sind ist natürlich schmerzlich. Werden doch die Energieriesen oft als Blockierer und Verhinderer der Energiewende gesehen. In Ihren Aufsichtsräten sitzen Politiker, die einerseits die Energiewende befürwortete hatten und andererseits nichts dafür gemacht haben.

Dahingegen waren Firmen wie die Windanlagenhersteller auf einem unsicheren Geschäftsgebiet Vorreiter der sauberen Energie und setzen gerade weitere wichtige Signale, selber die Energiewende voranzutreiben. (Lesen Sie hierzu unseren Artikel vom 29. März 2012 – Windbranche will sich nun selber um den Netzausbau kümmern)

Damit zeigt die Bundeskanzlerin einmal mehr wem sie Gehör schenken will, es ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die erst die Energiewende vorbereitet und ermöglicht haben. Das große Energiegeschäft sollen sich einmal mehr die Großkonzerne teilen.

HB

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch unseren Artikel vom 29. April 2012 – Interview mit Hermann Betken zu Offshore-Windparks und zur Energiewende

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