Biogas umweltfreundlicher ausrichten – Kleegras stärker fördern

Bioenergie / Foto: HB
Bioenergie / Foto: HB

(WK-intern) – Eine kleine Änderung der Biomasseverordnung würde die Konkurrenzfähigkeit von Öko-Betrieben in der Biogaserzeugung bedeuten.

Ein bündnisgrüner Antrag fordert hierzu ein schnelles Handeln der Bundesregierung

Zum Antrag “Kleegras-Verwendung in Biogasanlagen stärken”, der im Rahmen der Debatte über die Umsetzung der Energiewende und die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetze von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in den Bundestag eingebracht wurde, erklärt Cornelia Behm, Berichterstatterin für Ökolandbau:

Die Benachteiligung von Öko-Betrieben bei der Erzeugung von Biogas muss dringend aufgehoben werden.

Klee- und Luzernegras sind eine sinnvolle Alternative zu Mais. Sie sind vergleichbar energiereich, haben aber den Vorteil, dass sie aktiv Humus aufbauen und dadurch klimaschädliches Kohlendioxid im Boden binden. Zudem benötigen sie als stickstoffbindende Pflanzen keine chemisch-synthetischen Stickstoff-Düngemittel, bei deren Erzeugung große Mengen fossiler Energieträger verbraucht werden.

Klee- und Luzernegras werden jedoch nicht generell in der Einsatzstoffvergütungsklasse II der Biomasseverordnung geführt. Dadurch wird diese klima- und umweltfreundliche Alternative zu Mais schlechter gestellt. Denn eingeschränkt als Zwischenfrucht auf Ackerstandorten können sich die positiven Wirkungen nicht vollständig entfalten.

Nicht nur Öko-Landwirte, sondern auch die Betreiber konventioneller Biogasanlagen können durch den Einsatz von Kleegras einen Beitrag zum Umweltschutz und gegen die massive Zunahme des Maisanbaus leisten. Dies kann auch dem Protest aus der Bevölkerung gegen die Biogasproduktion entgegenwirken und Akzeptanz für diese Form der Energiegewinnung sichern.

Deshalb fordern wir die Bundesregierung mit einem Antrag auf, Klee- und Luzernegras nicht nur als Zwischenfrucht, sondern generell in die bessere Einsatzstoffvergütungsklasse II aufzunehmen. Für diesen überfälligen Schritt ist lediglich eine Anpassung der Biomasseverordnung vorzunehmen.

Cornelia Behm MdB
Deutscher Bundestag
cornelia.behm@bundestag.de
www.cornelia-behm.de

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