Viele deutsche Wohngebäude eignen sich für die Erzeugung von Solarstrom und Solarwärme

Auf rund zwei Millionen Dächern von Wohngebäuden in Deutschland sind Module zur Erzeugung von Solarstrom und/oder Kollektoren für die Solarwärmeproduktion installiert.

Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind mindestens weitere acht Millionen der insgesamt etwa 18 Millionen deutschen Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäuser für die solare Energieerzeugung geeignet. Dies entspricht insgesamt einem Solarpotenzial von etwa 55 Prozent aller Dächer auf deutschen Wohngebäuden. Demnach lassen mehr als drei Viertel der Hausbesitzer mit geeigneten Dachflächen das solare Energiepotenzial ihrer Gebäude brachliegen.

Angesichts der fortschreitenden Kostensenkung wird die Installation von Solaranlagen immer attraktiver. „Dächer können weit mehr sein als eine bloße Schutzhülle gegen Kälte, Regen oder Schnee“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. „Wer sein Haus mit Solartechnik ausrüstet, kann umweltfreundlich Strom und Wärme produzieren – und die Investition in Solarstrom oder Solarwärme zahlt sich auch aus“, betont Mayer: „Besitzer von Solarstromanlagen auf dem Hausdach erhalten eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung und können den produzierten Strom außerdem im eigenen Haushalt sofort nutzen. Angesichts steigender Heizkosten liefert eine Solarwärmeanlage jährlich wachsende Einsparungen – und das frei von Steuern und Inflation.“

Foto: Mario De Mattia / Windkraft-Journal

Mithilfe eines qualifizierten Fachbetriebs oder Energieberaters lässt sich schnell herausfinden, ob das eigene Dach geeignet ist. Überprüft werden sollten dabei unter anderem die Größe der zur Verfügung stehenden Dachfläche, ihr Neigungswinkel, die Ausrichtung (Himmelsrichtung), mögliche Schattenquellen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in der jeweiligen Region.

Die Kosten für einen Vor-Ort-Termin mit einem unabhängigen Energieberater liegen je nach Anbieter zwischen 50 und 100 Euro. Viele Städte und Gemeinden stellen außerdem sogenannte Solarkataster im Internet zur Verfügung, die eine erste Orientierung bieten können. Auf einer Karte sind dort die geeigneten Dachflächen im jeweiligen Ort markiert.

Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai – Informationen zur Solarenergie aus erster Hand

Eine gute Gelegenheit, sich kostenlos und aus erster Hand über die Nutzungsmöglichkeiten von Solarstrom und Solarwärme zu informieren, bietet die bundesweite Woche der Sonne. Experten, Praktiker und Solarbegeisterte erläutern zwischen dem 4. und 13. Mai bei zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet, warum sich die Anschaffung einer Solarstromanlage lohnt und wie viel Heizkosten sich mit Solarwärme einsparen lassen. An vielen Orten können sich Besucher selbst ein Bild machen und Beispielanlagen besichtigen.

Veranstaltungen zur Woche der Sonne können schnell und unkompliziert über den Veranstaltungskalender auf der Internetseite www.woche-der-sonne.de recherchiert werden. Über die Funktion „Fachbetrieb finden“ stehen zusätzlich Kontaktdaten von spezialisierten Firmen in der jeweiligen Region zur Verfügung.

Die Woche der Sonne steht diesmal ganz im Zeichen des Mottos „Deine Energiewende“. Seit 2007 machen sich Initiativen, Verbände, Kommunen und Unternehmen im Rahmen der Aktionswoche gemeinsam stark für den Ausbau der solaren Energieerzeugung. Partner sind u. a. die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Handwerksverbände und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). Im vergangenen Jahr besuchten bundesweit mehr als 400.000 Menschen die Veranstaltungen während der Woche der Sonne.

Die Woche der Sonne wird organisiert vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Mehr Informationen im Internet unter www.woche-der-sonne.de

c/o Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

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