PV-Module: Erfolgsfaktor Zuverlässigkeit – Int. Workshop zu neuestem Stand in der Forschung

Auf dem »Schneefernerhaus« an der Zugspitze betreibt das Fraunhofer ISE eine Freibewitterungsstation für PV-Module. Extreme Temperaturdifferenzen, hohe Schnee- und Windlasten und ein erhöhter UV-Strahlungsanteil dienen zur Qualifizierung besonders witterungsbeständiger Produkte und als Referenz für die Entwicklung beschleunigter Beständigkeitsprüfverfahren. ©Fraunhofer ISE
Auf dem »Schneefernerhaus« an der Zugspitze betreibt das Fraunhofer ISE eine Freibewitterungsstation für PV-Module. Extreme Temperaturdifferenzen, hohe Schnee- und Windlasten und ein erhöhter UV-Strahlungsanteil dienen zur Qualifizierung besonders witterungsbeständiger Produkte und als Referenz für die Entwicklung beschleunigter Beständigkeitsprüfverfahren. ©Fraunhofer ISE

(WK-news) – Mit der wachsenden Bedeutung der Photovoltaik für eine Stromversorgung aus erneuerbaren Energien werden Zuverlässigkeit und Effizienz von PV-Modulen immer wichtiger.

Der Workshop »PV-Module Reliability« widmet sich am 3./4.5.2012 in Lugano diesen Themen.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und ISAAC Supsi laden im Rahmen des EU-Projekts »SOPHIA« das internationale Fachpublikum ein, sich über den aktuellen Forschungsstand auszutauschen und die bestehenden Anforderungen der Industrie an die Dauerhaftigkeit von Modulen in die Forschungsarbeit und Prüfpraxis zu integrieren.

Registrierung bis 30.4.2012 unter: http://form-gen.app.supsi.ch/form/view.php?id=8

Mit den Schwerpunkten Zuverlässigkeit und Gebrauchsdauer folgen die Workshop-Veranstalter Fraunhofer ISE und ISAAC Supsi dem Bedürfnis der PV-Branche, sich verstärkt mit Qualitätssicherungsthemen und verlässlichen Gebrauchsdauer- und Ertragsprognosen von Modulen zu beschäftigen. Denn die Optimierung der Zuverlässigkeit von PV-Modulen stellt neue Herausforderungen an Forscher, Produzenten und Zertifizierer: So muss vor allem die Balance zwischen Nachhaltigkeit und Ökonomie neu definiert werden. Die Frage nach dem Zusammenhang von Zuverlässigkeit und Sicherheit, die Durchführung zerstörungsfreier Messungen zur Bestimmung von Effizienz und Haltbarkeit sowie die Anforderungen anwendungsnaher Tests sind ebenso Aspekte des Workshops wie die Suche nach möglichen Ursachen für Abweichungen von den Spezifikationen und die Anforderungen seitens Investoren und Versicherungen.

Renommierte Experten
Peter Hacke (NREL), Tony Sample (JRC), Thomas Friesen (ISAAC Supsi) und Michael Köhl (Fraunhofer ISE) geben in Vorträgen einen Überblick zu den Themen »Mechanische Belastung«, »Potential Induzierte Degradation und Feuchte«, »UV-Strahlung und Feuchte«, »Fehlermöglichkeiten und deren Effekte« und »Materialien«. Michael Köhl, Veranstalter und Referent des Fraunhofer ISE, erklärt sich den Trend zur genaueren Analyse von Zuverlässigkeit von Modulen so: »Das Marktvolumen ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen und viele neue Wettbewerber drängen in diesen attraktiven Zukunftsmarkt. Sie bringen auch neue Materialien und Konzepte mit, die qualifiziert werden müssen und ihre Langzeitbeständigkeit in kurzer Zeit unter Beweis stellen müssen, was intensive Forschung in diesem Sektor verlangt.«

Erfolgreiche Fortsetzung
Bereits beim 1. Workshop »PV Module Reliability« 2011 diskutierten 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Ländern die unterschiedlichen Fragestellungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit von PV-Modulen, etwa die Prüfung der eingesetzten Materialien und Prüfverfahren, griffen aufgeworfene Fragen und Ergebnisse in der abschließenden Plenumsdiskussion auf und gaben so Industrie- und Forschungspartnern wichtige Anstöße zum weiteren Vorgehen hinsichtlich der Optimierung der Zuverlässigkeit von PV-Modulen. In Kleingruppen wurden Themen wie Qualitätssicherung, Gebrauchsdauerprognosen oder Materialanforderungen behandelt und bezüglich ihrer praktischen Umsetzung erörtert.

Über die Veranstalter
Das 1981 in Freiburg gegründete Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ist das größte Solarforschungs-institut in Europa. Seit Jahren arbeiten Forscher des Fraunhofer ISE, z. B. im EU-Projekt »PV PERFORMANCE« oder dem nationalen Projekt »Zuverlässigkeit von PV-Modulen« (gefördert von BMU und Industrie), an Themen wie Effizienz und Dauerhaftigkeit von PV-Modulen und Materialien. Im Fokus stehen Materialanforderungen, ökonomische Umsetzbarkeit und Verbesserungsmöglichkeiten bei der Konstruktion von Modulen.
Das ISAAC Supsi feiert in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen. Im Mai 1982 wurde vom TISO (Ticino Solare) eine heute noch voll funktionsfähige 10 kW PV-Anlage als erste in Europa an das Stromnetz angeschlossen. Aus der damaligen kleinen Forschergruppe ist das heutige Institut für angewandte Nachhaltigkeit an der bebauten Umwelt (ISAAC) mit ca. 50 Mitarbeitern hervorgegangen, von denen 20 im Bereich Photovoltaik forschen und arbeiten.

Informationsmaterial:
Fraunhofer ISE, Presse und Public Relations
Telefon +49 761 4588-5150
Fax +49 761 4588-9342
info@ise.fraunhofer.de

Kontakt Veranstalter:
Sina Friedrichs, Fraunhofer ISE
Telefon +49 761 4588-5033
sina.friedrichs@ise.fraunhofer.de

PM: Karin Schneider
Presse und Public Relations
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

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