Neuer Projektverbund Georessourcen der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) eröffnet

(WK-news) – NTH-Graduiertenschule „Geofluxes“ erforscht Georessourcen

Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) hat im Beisein der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, das neue Verbundprojekt „GeoFluxes“ eröffnet.

Offiziellen Start der Graduiertenschule

Zum offiziellen Start der Graduiertenschule erschienen neben dem Projektsprecher Prof. Dr. François Holtz, Geowissenschaftler an der Leibniz Universität Hannover, auch der Vorsitzende des Präsidiums der NTH, Prof. Dr. Thomas Hanschke, der Präsident der Leibniz Universität Hannover, Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, sowie Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Präsident des „GeoFluxes“-Projektpartners, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Braunschweig und der Technischen Universität Clausthal wollen gemeinsam mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ihre Kompetenz zum Thema Georessourcen bündeln. Die NTH-Graduiertenschule legt dabei ihren Schwerpunkt auf die Forschungssäulen „Böden“ und „Metalle“. „GeoFluxes“hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird mit rund 1,38 Millionen Euro gefördert.

„Das Projekt ist nicht nur wissenschaftlich hochinteressant und Erfolg versprechend. Die engagierte Initiative aus den drei Mitgliedsuniversitäten heraus ist gleichzeitig ein weiteres Beispiel, wie der NTH-Gedanke mit Leben erfüllt wird“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka.

„GeoFluxes“ beschäftigt sich vor allem mit Austauschprozessen von Stoffen zwischen Lösungen und Mineralen in den Erd- und Umweltsystemen. Dabei soll der Transport von Metallen in der Erdkruste und organischem Material (kohlenstoffgebundene Substanzen) in Böden genauer aufgeklärt werden. Diese Untersuchungen des Metalltransports sind von Bedeutung für das Wissen um die Bildung von metallischen Lagerstätten (etwa Kupfer, Gold, Platin).

Die Graduiertenschule wird sich mit der Bildung von so genannten „hydrothermalen Lagerstätten“ befassen, dem Transport von Metallen in heißen oder tiefen Bereichen der Erdkruste. Außerdem widmet sich „GeoFluxes“ den „supergenen Lagerstätten“, dem Transport von Metallen in oberflächennahen Lösungen. „GeoFluxes wird die Expertise über die Bildung von Böden und metallischen Lagerstätten in der NTH bündeln und ist wegweisend für die koordinierte Zusammenarbeit der Standorte Braunschweig, Clausthal und Hannover“, betont Projektsprecher Prof. Dr. François Holtz.

Grundlagenforschung zu Prozessen in Böden ist notwendig, um zu verstehen und voraussagen zu können, wo und unter welchen Umständen sich Stoffe in bestimmten Bodenbereichen anlagern oder wie schnell sie wieder abgebaut werden. Diese Art von Untersuchungen ist ein wichtiger Aspekt beim Umgang mit Schwermetallbelastungen oder für eine Vorhersage für die optimale Nährstoffversorgung bei landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Die beiden Forschungssäulen „Böden“ und „Metalle“ gliedern sich in zehn Einzelprojekte, die je nach Fachgebiet an der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Clausthal, der Technischen Universität Braunschweig oder der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bearbeitet werden. Für jedes Teilprojekt ist eine Doktorandenstelle vorgesehen. „Die Graduiertenschule wird Nachwuchswissenschaftler gezielt ausbilden und vorbereiten, um die zukünftigen gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen – etwa den Umgang mit wertvollen Georessourcen wie Böden und Metalle – zu meistern“, sagt „GeoFluxes“-Sprecher Holtz.

Bislang arbeiten fünf weibliche und fünf männliche Doktoranden in der Graduiertenschule, davon stammen vier aus den NTH-Universitäten. Weitere, ergänzende Doktorandenstellen werden über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Informationen zur NTH-Graduiertenschule finden Sie im Internet unter http://www.nth-geofluxes.de.

PM: Mechtild Freiin v. Münchhausen
Referat für Kommunikation und Marketing
Leibniz Universität Hannover

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