Der Rohstoff der Zukunft ist das heimische Holz

Holz un heimische Wälder / Foto: HB
Pure Schönheit, Holz und heimische Wälder / Foto: HB

(WK-news) – Holz ist ein universell einsetzbarer Rohstoff und erlebt gegenwärtig einen wahren Boom.

Doch Bäume wachsen nicht in den Himmel und ohne den Erhalt der Biodiversität ist die Zukunft grau statt grün.

Ein Biodiversitäts-Check soll helfen den natürlichen Rohstoff auch für nachfolgende Generationen zu erhalten und insbesondere für das Bauen mit Holz die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Holz erlebt eine ungeahnte Renaissance. Während noch vor wenigen Jahren Holzbauern über einen Wert- und Preisverfall klagten, ist Holz jetzt auf dem Weg ein Universalgenie der Nachhaltigkeit zu werden. 2011 ist das Jahr des Waldes. Eine gute Gelegenheit dem Wald ein Denkmal zu setzen und den nachwachsenden Rohstoff „Holz“ näher zu untersuchen.

Holz ist Energieträger und Rohstoff für die Papierindustrie. Aus Holz bauen wir Möbel und besonders in der Bauindustrie schwingt es sich zu nicht für möglich gehaltenen technischen Lösungen auf. Nicht nur Supermärkte und Industriehallen selbst Hochhäuser und Windkrafttürme werden zukünftig aus Holz erstellt. Auch Kunststoffe, die bisher aus Erdöl produziert wurden, können bald mit chemischen Bestandteilen aus dem Holz realisiert werden. Holz ist eine der sichersten Finanzanlagen. Der Wertzuwachs ist natürlich garantiert und gratis zur Investition gibt es auch noch ein grünes Gewissen.

Aber das beste kommt zuletzt: Bäume binden Co2, Holz ist in Kreisläufen nutzbar, nach mehrfacher Nutzung thermisch verwertbar und gliedert sich in der letzten Stufe wieder hervorragend in den Naturkreislauf ein.

Holzverbrauch steigt über die Maßen
Die Renaissance von Holz als ein moderner Rohstoff mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hat nicht nur zu einem breiten Anwendungsspektrum sondern bereits jetzt zu einem starken Anstieg des Verbrauchs geführt. Die Szenarien für eine Holzbilanzierung für 2020 und 2030 innerhalb Deutschlands zeigen, dass in der Zukunft mehr verbraucht wird als an Holzaufkommen vorliegt. Laut EUwood Studie könnte sich 2020 in Deutschland eine Deckungslücke von über 30 Mio. m³, in Europa sogar von ca. 430 Mio. m³ auftun. Der Gesamtholzbedarf für die stoffliche und auch die energetische Nutzung steigt in den Jahren 2010 bis 2030 voraussichtlich deutlich schneller als das entsprechende Rohstoffangebot.

Insbesondere die Nachfrage nach „Energie-Holz“ steigt über die Maßen und könnte in Zukunft in Nutzungskonkurrenz zur Holzwerkstoff-, Papier- und Zellstoffindustrie stehen, da sie der stofflichen Nutzung ihre Rohstoffbasis und damit die Grundlage für ihre Wertschöpfung entzieht.

Biodiversitäts-Check ist aktives Risikomanagement für holzbasierte Industrie
Der Biodiversitäts-Check der Europäischen Business & Biodiversity Kampagne hilft den Unternehmen den Rohstoff Holz ökologisch nachhaltig und somit langfristig ertragreich einzusetzen und einer prognostizierten Holzlücke entgegen zu wirken. Mit den Ergebnissen aus dem Biodiversitäts-Check sollen die Unternehmen zielgerichtet Maßnahmen in Angriff nehmen können, um negative Auswirkungen auf Artenvielfalt und Ökosysteme zu reduzieren – oder noch besser – gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies ist auf lange Sicht nicht nur von Vorteil für Umwelt und Gesellschaft sondern auch ganz konkret für das Unternehmen. Risikominimierung, Kostenreduktion und die Erhöhung der Mitarbeitermotivation schlagen sich positiv in der Bilanz nieder.

Der Bau braucht Holz
Um einer Holzlücke zu entgehen und den modernen Holzbau weiter voran treiben zu können ist eine naturnahe Waldbewirtschaftung und eine sorgsame Holzernte unter dem Mantel der Biodiversität nötig. Unter Ausnutzung der biologischen Gegebenheiten sollen möglichst resistente und resiliente Wälder aufgebaut werden, mit einem hohen Anteil an qualitativ hochwertigen Stämmen. Grundbedingung ist eine naturnahe, standortgerechte oder wo immer möglich standortheimische Baumartenzusammensetzung in einer natürlichen Verteilung von Laub- und Nadelholz und mit einem kleinflächigen Mosaik an Altersstufen sowie einer schonenden Behandlung des Bodens. Insbesondere ist jedoch ein funktionierendes Ökosystem Voraussetzung für Wälder, die gegen Stürme, Insektenkalamitäten oder den Klimawandel gewappnet sein sollen und gleichzeitig Wert- und Energieholz produzieren. Dazu braucht es eine Vielfalt an Arten in dem die natürlichen Feinde einer Art auf deren Anwachsen reagieren können. Um ein solches Ökosystemnetz zu sichern, muss eine Vielfalt an Lebensräumen und Strukturelementen auf der ganzen Waldfläche, insbesondere in der späten und der ganz frühen Sukzessionsphase geschaffen werden.

Der Wald braucht Schutz
Der Wald liefert Erholungsraum, Luftqualität und Rohstoffe. Voraussetzung für einen langfristig nutzbringenden und ertragreichen Wald sind der Erhalt und die Förderung der Biodiversität. Die Europäische Business & Biodiversity Kampagne unterstützt die holzbasierte Industrie, die einerseits von der Wald-Biodiversität abhängt, und andererseits einen großen Einfluss auf das Ökosystem Wald hat, mit Biodiversitätschecks und fördert somit eine naturnahe Waldbewirtschaftung.

PM: http://www.business-biodiversity.eu

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top