Bayern will 2021 aus erneuerbaren Energien 50% des Stromerbedarfs decken

(WK-news) – Energiewende kommt voran / Bayern: Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Plan – europäische Lösung wichtig

Die Bayerische Staatsregierung hat das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2021 50 Prozent des Stromverbrauches aus erneuerbaren Energien zu decken.

Nach VBEW-Berechnungen waren es im vergangenen Jahr schon rund 30 Prozent, im Jahr 2009 hingegen erst 25 Prozent.

Grafik: Verband der bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft
Grafik: Verband der bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft

Maßgeblich für diese Steigerung ist der wachsende Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung. Diese hat im Jahr 2011 rechnerisch allein rund 8 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt. „Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt mit der derzeitigen jährlichen Steigerungsrate in Höhe von 2,5 Prozent damit genau im Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW.

Die gesamte Strommenge aus erneuerbaren Energien soll gemäß dem Energiekonzept der Bayerischen Staatsregierung „Energie innovativ“, das im Mai 2011 verabschiedet wurde, bis zum Jahr 2021 rund 44 Terrawattstunden (TWh) betragen. Damit könnten dann rund 50 Prozent des heutigen Stromverbrauchsniveaus gedeckt werden. Im Jahr 2011 sind rund 26 TWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt worden. Damit werden heute schon rund 30 Prozent des bayerischen Stromverbrauchs gedeckt.

Aus der Wasserkraft wurde in Bayern 2011 mit ca. 11,4 TWh weiterhin die größte Menge des regenerativen Stroms erzeugt. Mit deutlichem Abstand folgen die Photovoltaik und die Biomasse mit jeweils rund 7 TWh. Die Windkraft (ca. 1,1 TWh) und die Geothermie spielen bei der Stromerzeugung in Bayern noch eine untergeordnete Rolle. Während der Strom aus der Wasserkraft und der Biomasse bedarfsgerecht erzeugt wird, kann der Strom aus der Windkraft nur witterungsabhängig und aus der Photovoltaik zusätzlich noch tages- und jahreszeitabhängig produziert werden.

Zur Verteilung der erzeugten Strommengen an die Kunden steht in Bayern ein Netz mit einer Leitungslänge von über 300.000 Kilometern zur Verfügung. Dieses ist in das europaweite Verbundnetz eingebunden, das hilft, die regional schwankenden Mengen zwischen Verbrauch und Erzeugung auszugleichen. „Immer mehr Strom, den speziell zur Mittagszeit die bayerischen Photovoltaik-Anlagen erzeugen, wird gar nicht mehr in Bayern verbraucht, sondern fließt in andere Bundesländer und in die europäischen Nachbarländer. Dieser Umstand macht deutlich, welcher hohe Stellenwert einer europäischen Lösung der Energiewende beigemessen werden muss“, sagte Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

PM: VBEW
Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW
E-Mail: vbew@vbew.de
Internet: http://www.vbew.de

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