Frankreich – Atomkraftwerk Penly nach Feuer weiter abgeschaltet – Radioaktives Kühlwasser ausgetreten

Fukushima rückt wieder näher.

(WK-intern) – Am Donnerstag brachen im französischen Atomkraftwerk Penly zwei Feuer aus, die von der Feuerwehr aber schnell gelöscht werden konnten. Die AKW-Leitung erklärte dazu, Öl sei an einer Pumpe in Brand geraten. Über dem Kernkraftwerk sollen kurze Zeit schwarze Rauchwolken gestanden haben.

Bedingt durch den Pumpendefekt lief bis zum frühen Morgen des Freitags radioaktives Wasser aus dem Kühlkreislauf aus. Wo dieses Wasser geblieben ist, ist unklar.  Die Kernkraftsleitung erklärte, das es keine Auswirkungen auf die Umwelt gegeben haben soll und niemand gesundheitlich geschädigt wurde.

Die zuständige Atomaufsichtsbehörde ASN hat den Vorfall im Atomkraftwerk Penly zunächst als Störfall 1 innerhalb der Wertung der internationalen Skala INES eingeordnet und will das Problem nun untersuchen.

Foto: Wikipedia CC

Greenpeace fordert ausführliche Untersuchung des Störfalls in Penly

Greenpeace Frankreich erklärte den Vorfall im AKW als bisher einmalig und fordert eine ausgiebige Untersuchung, da das AKW auch schon über 30 Jahre alt ist und laut Greenpeace zu den unsichersten Atomkraftwerken in Frankreich gehören soll. Zwischenfälle im Kühlkreislauf gehören verständlicherweise zu den gefährlichsten Störfällen, die in einem AKW auftreten können.

Derzeit haben die Franzosen aber sogar vor, das AKW in Penly noch weiter auszubauen.

Penly liegt am Ärmelkanal ca. 150 km südlich von Calais in Frankreich, siehe auch hier unsere Karte:

Größere Kartenansicht

Informationen zum Kernkraftwerk Penly in Frankreich

CIS / Windkraft-Journal

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