BUM: Die Energiewende ist machbar – und zahlt sich aus

(WK-intern)Nicht mehr ganz so überzeugend ist das Ergebnis der gerade veröffentlichten Studie.

Angesichts der Förderkürzungen und Pleiten bei der Solarenergiegewinnung, der halbherzigen Netzausbau, der unklaren behördlichen Auflagen für Kleinenergieanlagen, gerade im privaten Bereich, der Vernachlässigung der dezentralen Energieversorgung, der Netzanbindung von Offshore-Windparks, der bürokratischen Hemmnisse in allen Energiebereichen und der Verflechtung von Großkonzernen mit der Politik, wo Politiker zu Banken, Energieriesen, Großindustrien, … wechseln und umgekehrt, erinnert doch mehr an das Bild einer korrupten Banane-Republik-Deutschland (BRD), als an einen demokratischen Staat.

Anscheinend nimmt die Regierung die selbst ausgerufene Energiewende nicht mehr als Ziel der Energieversorgung und hat im Zuge der Stimmung im Volk nur schnell mal für Ruhe durch Atomausstieg und Energiewende gesorgt. Gesorgt!?

Gesorgt haben die Parteien für ihren Rückhalt im Volk, für ihre Mehrheiten und damit ihre Machterhaltung. Das ist gelungen und nun wird zurückgeschritten, zur alten Lobbypolitik.

Die Energiewende ist machbar, das sagen Experten seit Jahren, schon bevor Rot, Gelb, Grün, Pink, Blau oder Schwarz es behauptet haben.

Doch es sind die gleichen die schon immer vor der Nutzung von Atomenergie gewarnt haben, die sind vollkommen unglaubwürdig, auch wenn sie die Wahrheit sagen.
Die Physikerin Merkel hat die Asse für sicher erklärt, na endlich ein „Mann“ vom Fach, …
Nur wenn Merkel schon in ihrem Fach versagt, was soll sie an anderen Baustellen denn besser machen?
Ein Blechfass mit 3 Jahren Haltbarkeit ist doch sicher, … für 300.000 Jahre, die Nullen machen doch nichts, …

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch unseren Artikel vom: 5. April 2012 – Regierung unterscheidet souverän: Atomausstieg nur im Inland, Förderung von Atomstrom im Ausland

HB

Hier das Ergebnis der Studie:

Die Energiewende ist machbar – und zahlt sich aus.

Dies ist das zentrale Ergebnis einer umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchung renommierter Forschungsinstitute, die das Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hatte.

Der jetzt vorgelegte Abschlussbericht zeigt: Die mittel- und langfristigen Ziele, die sich die Bundesregierung im Rahmen der Energiewende gesetzt hat, sind wie geplant erreichbar.

Sie beziehen sich auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und den Klimaschutz. Zudem kommen die Institute zu dem Ergebnis, dass die erneuerbaren Energien langfristig deutlich kostengünstiger sind als eine auf Kohle, Öl und Gas basierte Energieversorgung.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Die Studie bestätigt den Kurs der Bundesregierung, mit der Energiewende das größte Modernisierungs- und Infrastrukturprojekt der kommenden Jahrzehnte gestartet zu haben. Der Einstieg in das Zeitalter erneuerbarer Energien ist richtig und konsequent. Kohle, Öl und Gas sind nur begrenzt verfügbar und müssen auch aus Gründen des Klimaschutzes Schritt für Schritt durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Ressourcen schonende Technologien schaffen in Deutschland Versorgungssicherheit, Arbeitsplätze und Wertschöpfung – denn wir wollen und werden In-dustrieland bleiben. Ob andere Länder unser Modell übernehmen, hängt auch davon ab, dass wir unsere Ziele erfolgreich umsetzen. Die neuen Zahlen zeigen, dass die Energiewende machbar ist.“ Leitfrage der Untersuchung „Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland“ war es, unter welchen Bedingungen die im Laufe des letzten Jahres beschlossenen Maßnahmen in Zusammenhang mit der Energiewende bis zum Jahr 2050 umsetzbar sind.

Wesentliches Ergebnis: Die politischen Ausbauziele im Bereich der erneuerbaren Energien werden in allen Szenarien sicher erreicht. Grundlage dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Nach den Ergebnissen der Studie liegt der Anteil erneuerbarer Energien im Strombereich 2020 in allen Szenarien mit rd. 40% deutlich über dem von der Bundesregierung gesetzten Ziel von 35%. Bereits im vergangenen Jahr lag der Anteil bei 20%. Für 2050 weisen die drei Hauptszenarien der Studie einen Anteil der erneuerbaren Energien von etwa 85% – 87% aus. Auch die Erneuerbare-Energien-Ziele im Bereich Mobilität und Wärme werden demnach erreicht bzw. übertroffen wer-den.

Die Studie enthält auch Aussagen zu den ökonomischen Wirkungen der Energiewende. Zwar sind erneuerbare Energien derzeit noch teurer als Kohle, Öl und Gas. Während aber die Preise von Kohle, Öl und Gas auch künftig weiter steigen dürften, werden erneuerbare Energien immer kos-tengünstiger.

So erwarten die Forscher für 2030 bei konsequenter Umsetzung der Ziele der Energiewende für Strom aus erneuerbaren Energien durchschnittliche Kosten von nur noch 7,6 Cent/kWh, während die Kosten für Strom aus Steinkohle und Erdgas dann bereits über 9 Cent/kWh ansteigen.

Nachdem in Deutschland bis Ende 2010 bereits etwa 150 Mrd. Euro in Anlagen zur erneuerbaren Strom- und Wärmebereitstellung investiert wurden, kann das Investitionsniveau bei konsequenter Umsetzung der Energiewende in den nächsten Jahrzehnten jeweils auf etwa 200 Mrd. Euro an-steigen. Gleichzeitig vermindern sich die Ausgaben für importierte fossile Energieträger, die 2010 noch bei knapp 70 Mrd. Euro lagen, ganz erheblich: Für 2030 wird gemäß den Ergebnissen der Studie erwartet, dass sich die Importrechnung Deutschlands durch verstärkte Nutzung erneuer-baren Energien bereits um etwa 30 -35 Mrd. Euro/a vermindert.

Im Rahmen der Studie hatten das DLR (Stuttgart), Fraunhofer IWES (Kassel) und IfnE (Teltow) verschiedene Szenarien entwickelt. Diese unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich der An-nahmen zur Entwicklung der langfristigen Speicherung überschüssigen Stroms aus erneuerbaren Energien, des Verkehrssektors, der Stromeinsparziele sowie der Klimaschutzziele. In allen Fällen galten strenge ökologische Maßstäbe.

Die Studie steht zum Download bereit

PM: BMU

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