Teilchenbeschleuniger LHC mit Rekord-Kollisionen in die Messperiode 2012

Teilchenbeschleuniger am LHC
Teilchenbeschleuniger am LHC

LHC startet mit Rekord-Kollisionen in die Messperiode 2012

Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger LHC ist mit einem Rekord ins Forschungsjahr 2012 gestartet:

Am Freitagabend ließ er erstmals Protonen mit einer Energie von 8 Tera-Elektronenvolt (8 TeV) kollidieren – so hoch wie noch in keinem irdischen Teilchenbeschleuniger zuvor.

Damit kann das Messprogramm an dem Beschleuniger des europäischen Teilchenforschungszentrums CERN bei Genf nach mehreren Monaten Winterpause wie geplant wieder beginnen.

DESY-Teilchenphysikdirektor Prof. Joachim Mnich gratulierte den CERN-Kollegen. „Wenn alles läuft wie geplant, können wir mit den Daten dieses Jahres entscheiden, ob es das Higgs-Teilchen so wie im Standardmodell der Physik postuliert tatsächlich gibt“, betonte Mnich. DESY ist an den beiden großen LHC-Detektoren CMS und ATLAS beteiligt. Deutschlands größtes Beschleunigerzentrum betreibt unter anderem für beide Detektoren voll ausgerüstete Kontrollräume und ist Rechenknoten für die LHC-Daten.

Bereits nächste Woche soll das Forschungsprogramm am LHC wieder beginnen. Die Physiker jagen mit dem Large Hadron Collider (LHC) zurzeit vor allem das Higgs-Teilchen, das für das Phänomen der Masse verantwortlich sein soll. Mit den Daten des LHC lassen sich jedoch auch zahlreiche weitere Rätsel der Physik untersuchen, etwa die Natur der rätselhaften Dunklen Materie, die im Universum rund viermal häufiger ist als die uns vertraute, gewöhnliche Materie.

Von der Erhöhung der Kollisionsenergie von 7 TeV im vergangenen Jahr auf 8 TeV in diesem Jahr erhoffen sich die Forscher mehr und aussagekräftigere Daten für die Higgs-Fahndung und für weitere Physik. Bereits am 14. März war der erste Teilchenstrahl nach der Winterpause durch den knapp 27 Kilometer langen unterirdischen Beschleunigerring gekreist, allerdings noch ohne Teilchenkollisionen. Zum Ende dieses Jahres soll der LHC dann in eine 20-monatige Wartungspause gehen, in der er auf die volle Kollisionsenergie von 14 TeV aufgerüstet wird, für die der Beschleuniger ausgelegt ist.

Quelle: DESY

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