90 Millionen Euro für hochmodernen Maschinenbau-Campus in Garbsen

Die Leibniz Universität kann in Kürze mit den Bauplanungen Maschinenbau-Campus in Garbsen starten

HANNOVER. Das Land stärkt den Wissenschaftsstandort Niedersachsen und Hannover:

Auf dem Gelände des Produktionstechnischen Zentrums (PZH) in Garbsen entsteht für mehr als 90 Millionen Euro ein hochmoderner Campus.

An diesem werden alle Institute für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover (LUH) zusammengeführt. Wissenschaftler und Studierende sind so künftig an einem Standort vereint. Sie erhalten exzellente Bedingungen für Forschung und Lehre sowie für die praxisnahe Kooperation mit Partnern aus der Industrie in diesem MINT-Fach. Die etwa zweijährige Bauplanung wollen Land und Leibniz Universität bereits in Kürze starten. Die Bau- und Abrechnungsphase wird dann bis zu fünf Jahren betragen.

„Beim Technologietransfer ist das PZH europaweit beispielgebend. Die dort bereits angesiedelten Hochschulinstitute arbeiten intensiv mit einer Vielzahl von Unternehmen zusammen. Um die wissenschaftliche Exzellenz und den damit verbundenen hohen Anteil des Maschinenbaus an den Drittmitteln auch künftig zu gewährleisten, ist der Neubau dringend erforderlich. So sichern wir die hohen Standards für nationale und europäische Forschungsprogramme sowie die industriefinanzierte Drittmittelforschung“, sagte Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka.

In den vergangenen Monaten wurde das Bauvorhaben auch auf seine Eignung als Öffentlich Private Partnerschaft (ÖPP) untersucht. Die in der aufwendigen Prüfung ermittelten Ergebnisse konnten das zuständige Wissenschaftsministerium nicht überzeugen. Wegen der herausragenden Bedeutung des PZA für die Entwicklung der Leibniz Universität Hannover und den Wissenschaftsstandort wird das Land den Bau konventionell in einem Abschnitt realisieren.

Der Maschinenbau ist ein besonderer Schwerpunkt der LUH. Sechs der Institute sind bereits 2004 im ersten Bauabschnitt in Garbsen konzentriert worden. Das PZH hat sich seither sowohl in der Forschung als auch in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft profiliert.
Dies wird durch die langfristigen Kooperationsvereinbarungen zum Technologietransfer deutlich. Dort arbeitet die LUH mit Partnern wie MTU, Continental, Volkswagen Nutzfahrzeuge oder Wabco zusammen und wirbt erhebliche Drittmittel ein.

Die noch an ihren Altstandorten in Hannovers Nordstadt verbliebenen elf Institute des Maschinenbaus sind derzeit in vorwiegend sanierungsbedürftigen Gebäuden untergebracht. Dies erschwert die Lehr- und Forschungsmöglichkeiten sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Am neuen PZH-Campus sind eine Mensa und gemeinsame Arbeitsflächen für die Studierenden vorgesehen. Zudem entfallen durch den gemeinsamen Standort die Wege zwischen den Instituten in Garbsen und Hannover. Auch die Kommunikation untereinander und mit den Dozenten wird erleichtert. Um die Anbindungssituation des PZH an den Öffentlichen Personennahverkehr weiter zu verbessern, ist bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden.

PM: Petra Wundenberg
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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