Offshore-Windparks folgen erst dem Geld, dann dem Wind

Alpha_Ventus_Windmills
Die drei südlichen alpha-ventus-Windkraftanlagen mit der Umspannstation

Die Standortverteilung von Offshore-Windparks in Europa folgt vor allem staatlichen Subventionen und nicht der Windausbeute.

Von einer generellen Fehlallokation kann aber nicht gesprochen werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Diplomarbeit im neuen Stipendiaten-Programm der ecoprog GmbH.

Die Arbeit ist, zusammen mit einer Liste aller Standorte und Projekte von Offshore-Windparks in Europa, als kostenloser Download verfügbar.
Derzeit sind in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums etwa 50 Offshore-Windparks mit einer Leistung von zusammen rund 4 Gigawatt in Betrieb.
Viele dieser Anlagen sind Pilotanlagen mit geringen Kapazitäten.

Für die Zukunft hat man allerdings Großes vor: Aktuell werden in 15 Ländern zusammen knapp 320 zusätzliche Windparks mit einer Kapazität von rund 150 Gigawatt geplant. Von diesen befinden sich sieben im Bau und 70 Projekte sind genehmigt. Für rund 100 Projekte läuft derzeit das Genehmigungsverfahren.
Angesichts des massiven Ausbaus der Offshore-Windkraft wird erneut die nationale Subventionierung der erneuerbaren Energien in Europa infrage gestellt. Experten sehen unter anderem die Gefahr, dass an falschen Orten investiert wird.

Und tatsächlich ist eine solche Fehlallokation in Ansätzen erkennbar. In Norwegen etwa werden potenzielle Gunststandorte mangels Förderung nicht erschlossen. Das Land bezieht seinen Strom fast ausschließlich aus der günstigen Wasserkraft. Auf die Erschließung der teureren Windkraft wird weitgehend verzichtet. Gleichzeitig werden in Spanien oder Italien Windparks an Standorten geplant, die in Bezug auf Windstärke oder Wassertiefe nicht optimal liegen.

Von einer generelleren Ineffizienz der Subventionierung kann aber nicht gesprochen werden. Zwar werden die meisten Windparks dort geplant, wo auch die Förderung am höchsten ist. Eine Mehrzahl der Anlagen findet sich aber zumindest auch in Gebieten der zweithöchsten Windkategorie. Lediglich bei den Faktoren Wassertiefe und Küstennähe lässt die statistische Auswertung der Projekte Zweifel an Effizienz der Förderung zu.

Für die Untersuchung „Effizienz der Standortpositionierung von Offshore-Windkraftanlagen im europäischen Markt“ wurden die Standortfaktoren von knapp 400 sich in Betrieb befindlichen und geplanten Offshore-Windparks untersucht.

Die Auswertung fand im Rahmen einer Diplomarbeit an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln statt. Sie ist der Auftakt des Stipendiaten-Programms von ecoprog. Im Rahmen dieses Programms finanziert ecoprog ausgewählte Studenten während ihrer Diplom- oder Masterarbeit. Gleichzeitig betreut ein(e) Berater(in) des Unternehmens die Arbeit inhaltlich.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten stellt ecoprog einer interessierten Fachöffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Auch die vorliegende Studie findet sich, zusammen mit einer Liste aller Standorte und Projekte von Offshore-Windparks in Europa, als kostenloser Download unter www.ecoprog.de.

Als anerkannter Brancheninsider begleitet ecoprog in- und ausländische Kunden bei umsetzungsorientierten Managementfragen mit politischem, technischem oder wirtschaftlichem Hintergrund in der Umwelt- und Energietechnik. Dabei ist das Unternehmen in der Strategieberatung ebenso tätig wie bei Markt- und Wettbewerbsanalysen oder Multi-Client-Studien.

PM: Heike Mathias
ecoprog GmbH
h.mathias@ecoprog.com
www.ecoprog.com

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