TÜV Rheinland und Fraunhofer arbeiten in der Windkraft-Forschung und -Zertifizierung zusammen

Foto: TÜV Rheinland / Prüfung Windenergie
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Windenergie: TÜV Rheinland kooperiert mit FGH

TÜV Rheinland und die Forschungsgemeinschaft und Zertifizierungsstelle der FGH haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Die Unternehmen arbeiten ab sofort bei der Prüfung und Zertifizierung von nationalen und internationalen Windenergieprojekten zusammen.

TÜV Rheinland verfolgt in diesem Bereich eine Expansionsstrategie. Zur Vervollständigung des Zertifizierungsangebots verstärkt sich der Prüfdienstleister nun im Rahmen der Kooperation mit der Expertise durch Fachleute der FGH. Schwerpunkt ist die Zertifizierung von Windenergieanlagen und Windenergieprojekten nach dem Standard IEC 61400. Die Norm regelt unter anderem Fragen der Elektrotechnik und hier insbesondere der Netzverträglichkeit zur Sicherstellung der Versorgungsqualität.

Mit der Zusammenarbeit greifen die Unternehmen ein hochaktuelles Thema auf. „Durch die Kooperation mit der FGH erweitern wir unser Portfolio mit einschlägigem Expertenwissen rund um die Netzintegration von Windenergieanlagen“ sagt Eckhard Lippold, Geschäftsführer bei TÜV Rheinland. „Die FGH ist seit vielen Jahren eine renommierte und führende Institution in der Energiebranche, die sich frühzeitig mit der sicheren und zuverlässigen Netzintegration von Windenergie befasst hat“. Die Einbindung der Windenergie in bestehende Netze ist eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende in Deutschland. Hier wollen die Kooperationspartner ihren Kunden Mehrwert durch entsprechende Zertifizierungen bieten. „Mit TÜV Rheinland haben wir einen ambitionierten Prüfdienstleister mit ausgezeichnetem Ruf am internationalen Markt gewonnen“, sagt Bernhard Schowe von der Brelie, stellvertretender Leiter der Zertifizierungsstelle und Geschäftsführer der FGH GmbH. Gemeinsam werde man ein umfassendes Komplettangebot für die Qualitätssicherung von Windenergieanlagen bieten können und mittelfristig deutlich höhere Marktanteile gewinnen, so der Experte.

Die Windenergie liefert bereits heute einen signifikanten Beitrag zur modernen Energieversorgung und unterliegt einer hohen technischen Innovationsdynamik. Daher hat der zuverlässige Betrieb einen hohen Stellenwert. Die Sicherstellung der Qualität von Windenergieanlagen trägt dazu bei, Betriebsausfälle zu minimieren und Verlässlichkeit zu maximieren. Von großer Bedeutung sind deshalb die Überprüfung und besonders die Zertifizierung von Windenergieanlagen, um die Konformität mit dem umfangreichen technischen Normen- und Regelwerk der Branche zu gewährleisten. So wird den verschiedenen an Windenergieprojekten beteiligten Akteuren wie Windparkentwicklern, Betreibern, Banken und Versicherungen die notwendige Investitions- und Betriebssicherheit gegeben. In Deutschland werden bereits seit 2009 Zertifikate zu den elektrischen Kraftwerkseigenschaften von Windparks gesetzlich gefordert. Die Experten bei FGH und TÜV Rheinland gehen davon aus, dass sich diese Anforderungen auch in anderen Ländern durchsetzen werden, um die internationalen Vorgaben an den Klimaschutz auf eine technisch abgesicherte Basis zu stellen.

Die FGH GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen unter dem Dach der Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft (FGH) e.V., deren Historie bis in das Jahr 1921 zurückreicht. Die FGH bietet umfassende Leistungen zur Netzintegration dezentraler Erzeugungsanlagen an. Neben Netzstudien und technischen Analysen zur Einbindung der dezentralen Erzeuger in den Netzbetrieb bildet die Zertifizierung ihrer elektrischen Eigenschaften einen Schwerpunkt im Portfolio der FGH. Die für Konformitätsnachweise akkreditierte FGH Zertifizierungsstelle stellt dazu Einheiten- und Anlagenzertifikate nach den aktuellen nationalen und internationalen Richtlinien aus. Der an der FGH entwickelte Prüfaufbau zur Vermessung des Anlagenverhaltens bei Spannungseinbrüchen im Mittelspannungsnetz (LVRT) ist heute internationaler Standard.

TÜV Rheinland bietet im Bereich der Windenergie ein umfangreiches Servicespektrum für Hersteller und Betreiber. Das Unternehmen unterstützt Kunden weltweit mit Gutachten und Messungen und führt Risiko- und Schadensanalysen sowie Zertifizierungen nach IEC 61400 durch. Auch im Bereich Bautechnik bietet TÜV Rheinland anspruchsvolle Leistungen wie Standortanalysen und Baugrunduntersuchungen, aber auch die Herstellerüberwachung, die Koordinierung der Statik und Prüfstatik sowie die Qualitätskontrolle und Bauüberwachung zum Beispiel für Turm und Fundament. Daneben führt TÜV Rheinland bei Windkraftanlagen Abnahme- und wiederkehrende Prüfungen sowie bauaufsichtliche Prüfungen durch.

PM: Frank Ehlert
TÜV Rheinland

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