Bau und Betriebsverlängerungen von AKW´s ohne Containment müssen verhindert werden

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Österreich – Fukushima mahnt: Bau und Betriebsverlängerungen von AKW´s ohne Containment müssen verhindert werden

Politik möchte durch Scheinmaßnahmen von den dringend notwendigen Schritten ablenken.

Zu den wichtigsten Lehren aus der Fukushima-Katastrophe gehört die Tatsache, dass das die

  • veraltete Konstruktion der dort betriebenen Reaktoren
  • Fehlen einer druckfesten Schutzhülle (Containment)
  • ganz wesentlich zum außerordentlichen Schweregrad der Auswirkungen beitrugen.
  • Das von der Atomlobby als Alternative zum Containment angepriesene Druckabbausystem erwies sich als untauglich und versagte mehrfach.
  • Als Folge kam es zu großen radioaktiven Freisetzungen
  • vor allem leicht flüchtige Isotope konnten ungehindert in die Umwelt gelangen.

Österreich ist von vielen grenznahen AKW´s umgeben, von denen der Großteil über kein Containment verfügt. Das erhöht die nukleare Bedrohung ganz entscheidend. Während Deutschland sehr rasch auf die Fukushima-Katastrophe reagierte und umgehend alle Atomkraftwerke ohne Containment abschaltete, möchten andere Nachbarländer den Betrieb solcher Reaktoren um 20 Jahre verlängern oder sogar weitere errichten. „Die Bedrohung durch Reaktoren ohne Containment in Ungarn, der Slowakei und Tschechien ist nach den Erkenntnissen aus Fukushima völlig inakzeptabel“, erklärt Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. „Österreich muss daher auf internationaler Ebene entschiedene Initiativen setzen, um die anvisierten Betriebsverlängerungen sowie den Ausbau des AKW Mochovce zu unterbinden“.

Leider ist die österreichische Politik sowohl als Bundes- als auch auf Landesebene mit der Erzeugung von PR-Blasen und Scheinmaßnahmen beschäftigt, anstatt die dringend erforderlichen Schritte zu setzen. Dies ist eine Folge der Demontage der Anti-Atom-Politik in der Ära Schüssel/Gusenbauer. Die Parteien weigern sich jedoch hartnäckig, die Aufklärung der Hintergründe im Rahmen des Korruptionsausschusses vorzunehmen. Österreichische Unternehmen sind am Bau der gefährlichsten Reaktoren in Europa beteiligt – Mochovce 3 und 4. Die Bundesregierung und die Bundesländer haben mit der slowakischen Seite sogar ein Schweigeabkommen zur Frage des fehlenden Containments der Mochovce-Reaktoren unterzeichnet. Die Ablenkungsmaßnahmen der Politik reichen von  der Debatte über bedeutungslose Atomstromimporte bis zum „europäischen Volksbegehren für den Atomausstieg“. Den Menschen wird verschwiegen, dass sich dieses Volksbegehren nur auf Kompetenzbereiche der EU bezieht, zu denen jedoch nicht die Energiepolitik zählt. „Die sehr atomkritische österreichische Öffentlichkeit soll durch Scheinmaßnahmen ruhiggestellt werden“, erklärt Radko Pavlovec. „AtomgegnerInnen sollten sich daher umfassend informieren, von der Politik wirksame Maßnahmen einfordern und nur sinnvolle Initiativen gegen die Atomkraft unterstützen“, so Pavlovec abschließend.

PM: Pavlovec
http://temelin.com

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