Windbranche will sich nun selber um den Netzausbau kümmern

Um Zwangsabschaltungen von Windparks wegen fehlender Leitungen zu verhindern, will die Windkraftbranche nun selber Stromnetze bauen.

Man sei in der Lage, Netze zu bauen und zu betreiben, so der Bundesverband Windenergie.

Konkret gehe es um Erdkabel für die 110-kV-Ebene im Norden.

Weil diese ungeeignet für den Abtransport in die Verbrauchsschwerpunkte des Südens sind, sollen 200 bis 300 MW an Windenergie gebündelt und zur 380-kV-Höchtspannungstrasse übertragen werden. Dieser Netzausbau solle auf das n-1-Kriterium verzichten, also dass bei Ausfall der Leitung keine Absicherung zur Verfügung steht.

Gerade im Norden gebe es durch immer mehr Bürgerwindparks eine Bereitschaft zum Netzausbau, so der Verband. Auch die Zahlung von 40.000 Euro pro Trassenkilometer an Kommunen, durch die eine 380-kV-Trasse laufe, sei ein richtiger Weg. Mit einer Optimierung bestehender Leitungen durch Hochtemperaturseile könne zudem der Ausbaubedarf deutlich verringert und um bis zu acht Jahre beschleunigt werden.

Quelle: Bund der Energieverbraucher

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