GEOMAR Kiel: Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung besucht von Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (li.) und Wissenschaftsminister Jost de Jager (2.v.li) auf dem Forschungsschiff ALKOR. GEOMAR-Direktor Professor Peter Herzig (Mitte) und Dr. Olaf Pfannkuche präsentieren ein autonomes Tiefseelabor. Foto: F. Dott
Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (li.) und Wissenschaftsminister Jost de Jager (2.v.li) auf dem Forschungsschiff ALKOR. GEOMAR-Direktor Professor Peter Herzig (Mitte) und Dr. Olaf Pfannkuche präsentieren ein autonomes Tiefseelabor. Foto: F. Dott

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht GEOMAR – Kieler Meeresforschungseinrichtung erhält Ersatz für Forschungsschiff POSEIDON

Hoher Besuch am GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen informierten sich heute über aktuelle Themen und Herausforderungen der Meeresforschung.

Zur großen Freude der Kieler Meeresforscher verkündete die Bundeskanzlerin, dass das 36 Jahre alte Forschungsschiff POSEIDON durch einen Neubau ersetzt wird.

Rohstoffe aus dem Meer, innovative Meerestechnik und zukünftige Herausforderungen der Meeresforschung – das waren nur einige der Themen, über die sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen heute am GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel informierte.

Der Besuch begann mit einer Ausfahrt auf dem Kieler Forschungsschiff ALKOR über die Kieler Förde. An Bord verschafften sich die Spitzenpolitiker einen Eindruck vom Arbeitsalltag der Meeresforscher. Anschließend besuchten Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Carstensen in Begleitung von Wissenschaftsminister Jost de Jager die Einrichtungen des GEOMAR am Ostufer der Kieler Förde, wo junge Wissenschaftler marine Gashydrate als mögliche Energiequelle präsentierten und Methoden der Klimaforschung erläuterten. Abschließend stand im Technik- und Logistikzentrum des GEOMAR eine Vorführung mit dem Tiefseeroboter ROV KIEL 6000 auf dem Programm.

Zur großen Freude der Meeresforscher hatte die Bundeskanzlerin auch ein außergewöhnliches Präsent mit nach Kiel gebracht: Sie verkündete, dass das am GEOMAR beheimatete, mittlerweile 36 Jahre alte Forschungsschiff POSEIDON durch einen Neubau ersetzt wird. Die Kanzlerin betonte dabei die Bedeutung moderner Forschungsinfrastruktur für den Wissenschaftsstandort Deutschland: „Mit der Übernahme in den Helmholtz-Bereich hat sich der Bund sehr klar zu der Zukunft von GEOMAR und auch der Ozeanforschung insgesamt bekannt. Das schließt auch ein, dass die Empfehlungen des Wissenschaftsrats sukzessive und Schritt für Schritt umgesetzt werden. Dazu gehört als einer der ersten Schritte, dass das Forschungsschiff POSEIDON durch einen Neubau ersetzt werden wird. Mit den Vorarbeiten dafür wird in diesem Jahr begonnen werden“

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hob die Bedeutung dieser Entscheidung für sein Land hervor. „Die Meeresforschung zählt zu den Wissenschaftsdisziplinen in Schleswig-Holstein, in denen wir weltweit an der Spitze stehen. Die herausragenden marinen Forschungsergebnisse durch das GEOMAR unterstützen wir in großem Umfang. Mit einem neuen Forschungsschiff wird die wissenschaftliche Reputation für den Standort Schleswig-Holstein weiter wachsen“, sagte der Regierungschef. Carstensen unterstrich, dass die von der Landesregierung initiierte Überführung des IFM-GEOMAR in die Helmholtz-Gemeinschaft der richtige Schritt gewesen sei. Mit der deutlich stärkeren Finanzkraft des Bundes könnten nun zukunftsweisende Investitionsentscheidungen wie die für ein neues Forschungsschiff POSEIDON getroffen werden, die das Land so nicht hätte realisieren können, betonten Ministerpräsident Carstensen und Wissenschaftsminister Jost de Jager.

GEOMAR-Direktor Professor Peter Herzig bedankte sich bei Bundeskanzlerin Merkel für die großartigen Neuigkeiten: „Dies ist eine wunderbare Nachricht für das GEOMAR, aber auch für die gesamte deutsche Meeresforschung“, so Professor Herzig. Weiter erklärte er: „Die Ozeane bedecken 70 Prozent der Erde. Sie zu verstehen, ist von elementarer Bedeutung für die Menschheit. Ohne moderne schwimmende Forschungsplattformen ist das nicht möglich. Deshalb ist der Ersatzbau für die POSEIDON eine zukunftsweisende Entscheidung, dank der wir weiterhin international konkurrenzfähige, exzellente und innovative Meeresforschung betreiben können.“

Die jetzige, 1976 in Dienst gestellte POSEIDON befindet sich derzeit im Mittelmeer auf ihrer 428. Expedition. Die neue, dann dritte POSEIDON wird wieder ihren Heimathafen in Kiel haben.

PM: Andreas Villwock
Kommunikation und Medien
GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

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