Neue Netzgesellschaft für die Energiewende

Zu der Diskussion um die Schaffung einer Netzgesellschaft für das deutsche Onshore- und Offshore-Gleichstromnetz erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Stromnetze/Foto: HB
Stromnetze/Foto: HB

Wir unterstützen die Forderung des Netzbetreibers Tennet nach einer neuen Gleichstrom-Netzgesellschaft.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wird der Gleichstrom-Netzausbau nicht funktionieren: Die Bundesregierung hat bisher alle Verantwortung an die Netzbetreiber abgegeben.

Aber Tennet ist mit den Offshore-Anschlüssen überfordert und an Land droht ein Flickenteppich.

Eine einheitliche Netzgesellschaft für das künftige Gleichstromnetz wird den Netzausbau für die Erneuerbaren Energien entscheidend voranbringen. Die Bundesregierung muss die Netzbetreiber in ein Boot holen.

Bisher planen die Netzbetreiber jeweils eigene Gleichstromtrassen. Die Bundesregierung sollte den Netzbetreibern nicht ihre individuellen Prestigeprojekte lassen, sondern einen gemeinsamen Netzbetreiber für die Gleichstromleitungen initiieren.

Demokratischer Einfluss und Kontrolle müssen auch beim Ausbau des Gleichstromnetzes gewährleistet werden. Dafür sollte sich neben den Netzbetreibern auch der Bund an der neuen Netzgesellschaft beteiligen und sich so Mitsprache und Einfluss sichern. Außerdem muss eine Beteiligung der Kreditanstalt für Wiederaufbau an der Finanzierung der kapitalintensiven Stromautobahnen geprüft werden.

PM: Die Grünen

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