Erneuerbare Energien treiben Umsatz bei Netzbetreiber auf 6,9 Mrd. Euro

Berlin – Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission hat die Geschäftsbilanz des Jahres 2011 vorgelegt und konnte im vergangenen Jahr seine Umsatzerlöse gemäß IFRS auf 6,9 Mrd. Euro steigern (2010: 5,5 Mrd. Euro).

Haupttreiber dafür waren die Erlöse aus dem Erneuerbare-Energien-Geschäft, die jedoch aufgrund der deutschen Vergütungs- und Umlagemechanik nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen ergebnisneutralen durchlaufenden Posten darstellen.

130 Mio. Euro in Offshore-Anbindung investiert

Das Ergebnis nach Steuern sank im Jahre 2011 nach HGB auf 44,5 Mio. Euro (2010: 57,4 Millionen Euro2), im Wesentlichen aufgrund des stark erhöhten sog. Re-Dispatch Einsatzes zur Stabilisierung des elektrischen Systems, speziell an windstarken Tagen, so 50Hertz. Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent auf 245 Mio. Hierbei nimmt der Anteil für die Netzanbindung von Offshore-Windparks mit rund 130 Mio. Euro deutlich zu. U.a. wurde der erste kommerzielle Offshore-Windpark Deutschlands EnBW Baltic 1 in der Ostsee angeschlossen. Mit seinem umfangreichen Investitionsprogramm entwickelt 50Hertz sein Übertragungsnetz, um die Basis für eine erfolgreiche Energiewende zu legen. Nach den Worten des Vorsitzenden der Geschäftsführung Boris Schucht gibt es im 50Hertz-Gebiet seit 2011 erstmals mehr erneuerbare als konventionelle Erzeugungskapazitäten. Die Anlagen zur Erzeugung aus regenerativen Quellen entwickeln sich weiter positiv und erreichten Ende 2011 eine installierte Leistung von rund 16.700 MW, da dürfe das Netz nicht zum strukturellen Engpass werden.

Drosselung von EE-Anlagen an 45 Tagen

2011 musste 50Hertz allerdings an 45 Tagen (gegenüber nur 6 Tagen in 2010) erneuerbare Anlagen anweisen, ihre Produktion zu drosseln, um Netzüberlastungen zu vermeiden. Dieses Instrument wird immer als allerletztes Werkzeug zur Systemstabilisierung angewendet. Das zeugt nicht nur von der regelmäßig sehr angespannten Situation im elektrischen System, sondern verdeutlicht auch die Dringlichkeit eines raschen Ausbaus des Netzes in Richtung der Verbrauchszentren im Süden und Westen Deutschlands.

Dialog und Akzeptanz-Maßnahmen ausbauen
Überdies seien Maßnahmen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie Dialog- und Akzeptanzinitiativen auszubauen. Hier hat die deutsche Bundesregierung in ihrem umfassenden Gesetzesnovellierungspaket im Sommer 2011 ein solides Fundament gelegt. Das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) sei ein Schritt in die richtige Richtung, um Verfahren zu beschleunigen und gleichzeitig die Bürger mitzunehmen. “Jetzt gilt es, die neuen Möglichkeiten anzuwenden, aktiv und frühzeitig die Gesellschaft über Konsultationen, Dialog und transparente Informationen einzubinden und die Genehmigungsprozesse zu entschlacken”, so Schucht.

PM: http://www.stromtarife.de

http://www.50hertz.com

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