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Geothermie aus den Schächten der Zechen könnte das Ruhrgebiet heizen und kühlen

Förderturm Steinkohlezeche

Erdwärme – TE Connectivity heizt und kühlt in Bensheim mit Geothermie aus nur 45 Metern Tiefe

In vier, höchstens sechs Jahren soll sich die Investition in die Nutzung von Erdwärme amortisiert haben.

Dass ein global operierendes Unternehmen wie TE Connectivity sein neues Bürogebäude an der Ampèrestraße mit Geothermie heizen und kühlen will, entspringt eher dem Kalkül nüchterner Kostenrechner: In vier, höchstens sechs Jahren soll sich die Investition in die Nutzung von Erdwärme amortisiert haben. Das angepeilte Deutsche Gütesiegel für nachhaltiges Bauen ist dabei mehr als bloß ein Abfallprodukt.

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Irgendwie erscheinen solche Meldungen so einfach und genial, dass ich hier nun zum wiederholten Mal darauf hinweisen muss:

Das ganze Ruhrgebiet ist wie ein  Käse durchlöchert, von bereits vorhandenen Kohlegruben mit unzähligen Schächten.

Warum wird dieser vorhandene SCHATZ nicht für die Geothermie genutzt?

Es brauchen nur Wasserrohre in diese heißen Tiefen gelegt werden, so erhitzt sich das darin fließende Wasser ohne weiteres Zutun und steigt bei genügend großem Durchmesser der Rohre in einem „Offenem System“ selbsttätig wieder zur Oberfläche. Das Prinzip funktioniert wie bei einer Schwerkraft-Heizung, ohne zusätzliche Pumpen.

Mit so einem System könnte das ganze Ruhrgebiet im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden.

Doch was geschieht mit den Stollen die zum Teil tiefer als 1000 Meter reichen, sie werden gefüllt mit Sondermüll.

Gleiches geschieht in der Asse mit hoffentlich nur leicht radioaktivem Müll, in Gorleben hat man mit hochradioaktivem Müll Schlimmeres vor, damit sind die Stollen nie wieder für die umweltfreundliche Energie aus der Tiefe nutzbar, eine politische Fehlentscheidung ohne Vergleich und eine leichtfertige Unterlassung gegenüber unseren Nachkommen.

Ich frage mich ob die Energiewende politisch wirklich gewollt ist und wenn, zu welchem Preis?

Keine Partei, keine Bürgerbewegung, keine Forschungseinrichtung kümmert sich um diese Energiequelle.

Für mich bleibt das unbegreiflich, da ich schon vor 20 Jahren dieses Thema öffentlich angesprochen habe.

HB

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