Intelligent und sparsam – grüner rechnen am Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven

Nicolas von Loeper, Deutsche Bank (rechts) überreichte Frank Krings, Leiter Liegenschaftsdienste (Mitte) und Prof. Dr. Stefan Wrobel, Sprecher des Institutsleiterrates am Fraunhofer-Institutszentrum (links) die Auszeichnung. © Fraunhofer
Nicolas von Loeper, Deutsche Bank (rechts) überreichte Frank Krings, Leiter Liegenschaftsdienste (Mitte) und Prof. Dr. Stefan Wrobel, Sprecher des Institutsleiterrates am Fraunhofer-Institutszentrum (links) die Auszeichnung. © Fraunhofer

Zur Eröffnung seines neuen Green-IT-Hochleistungsrechen­zentrums erhielt der Fraunhofer-Campus in Sankt Augustin die Auszeichnung zum »Ausgewählten Ort« in der Standortinitiative »Deutschland – Land der Ideen«. In Kombination mit einer installierten Thin Client Struktur, hoch effizienter Kältetechnik und einem Blockheizkraftwerk verspricht das neue Rechenzentrum enorme Energieeinsparungen.

Der nachhaltige Umgang mit der Umwelt und den zur Verfügung stehenden Ressourcen ist eine gesellschaftliche Verant­wortung, der sich Forschung und Industrie stellen müssen. Dies betrifft nicht zuletzt auch die IT-Branche, denn mit der stetig wachsenden Leistung moderner Rechenzentren steigt auch deren Energieverbrauch. Auch am Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven in Sankt Augustin sind leistungsfähige Rechner die Basis für die Erforschung des »Intelligent Computing« der Zukunft, mit dem der Campus schon heute eine Vielzahl von Unternehmen in der Region unterstützt.

Um den eigenen Energieverbrauch zu optimieren hat der Campus jetzt ein umfassendes Green-IT-Konzept realisiert. Das neu erbaute Rechenzentrum wurde heute erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert und wird in Kürze den Betrieb aufnehmen. Zu diesem Anlass prämierte die Initiative »Deutschland – Land der Ideen« den Fraunhofer-Campus als »Ausgewählten Ort 2011«. Die Auszeichnung überreichte Nicolas von Loeper von der Deutschen Bank in Köln.

»Das Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven geht neue Wege zur effizienten und ökologischen Nutzung von Informationstechnik. Wir sind sehr stolz, heute unser neues Rechenzentrum eröffnen zu können und freuen uns über die Auszeichnung. Sie bestätigt uns, wie wichtig es ist, den Energieverbrauch und die Recheneffizienz in der Informationstechnologie zu optimieren«, sagte Prof. Dr. Stefan Wrobel, Sprecher des Institutsleiterrates am Fraunhofer-Instituts­zentrum Schloss Birlinghoven, bei der Preisübergabe.

Das neue Rechenzentrum konzentriert große Teile der Rechenleistung des Institutszentrums, die sich vorher auf Serverräume in verschiedenen Gebäuden verteilte, an einem zentralen Ort. Durch die Bündelung kann die Kühlung mit moderner Technik effizienter erfolgen. »Das neue Konzept kann den Stromverbrauch der Arbeitsplatzrechner auf maximal 20 Prozent und die zur Kühlung der Anlagen benötigte Energie auf 50 Prozent senken. Die Abwärme des Blockheizkraftwerks wird im Winter zum Heizen der Büroräume und im Sommer in Kombination mit einer Absorptionskältemaschine zum Kühlen des Rechenzentrums verwendet«, beschreibt Frank Krings, Leiter der Liegenschaftsdienste am Campus, die Vorzüge des Konzepts. Gefördert wurde das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen mit 4,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Die Amortisationszeit der Investition liegt bei 4,8 Jahren.

Aus 2.600 eingereichten Bewerbungen überzeugte das Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven mit seinem Green-IT-Konzept die unabhängige Jury der Standortinitiative »Deutschland – Land der Ideen«. »Preisträger im Wettbewerb zu sein, ist ein Markenzeichen für Kreativität und Zukunftsfähigkeit. Mit großem Engagement und Leidenschaft machen die ‚Ausgewählten Orte’ Innovationskraft in Deutschland sichtbar und geben wichtige Impulse für heute und morgen«, begründete Nicolas von Loeper das Engagement der Deutschen Bank als Partner der Initiative »Deutschland – Land der Ideen«.

PM: Katrin Berkler
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

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