Solarthermie hat Kostensenkungspotenzial – Turbine und Solarfeld aus Deutschland am spanischen Stromnetz

Im Solarkraftwerk Lebrija reihen sich insgesamt 72 Kilometer Parabolspiegel aneinander. ©Siemens
Im Solarkraftwerk Lebrija reihen sich insgesamt 72 Kilometer Parabolspiegel aneinander. ©Siemens

Das solarthermische Kraftwerk Lebrija in Südandalusien ist am Netz. Die spanischen Behörden haben die jüngst gebaute Anlage zum Jahreswechsel in ein Register aufgenommen, wodurch der im Kraftwerk erzeugte Strom nun vergütet wird. Der Betreiber Siemens will die Kosten der Technologie durch Forschung weiter senken.

Am 27. Dezember 2011 ist die von Siemens und Valoriza schlüsselfertig gebaute Anlage von der andalusischen Regionalregierung in das RIPRE-Register aufgenommen worden. Dadurch wird der im Kraftwerk erzeugte Strom eine bestimmte Einspeisevergütung erhalten.

 Die Anlage mit einer Leistung von 50 Megawatt wird umweltfreundlichen Strom für bis zu 30.000 spanische Haushalte liefern. Bei allen Testläufen hat das Kraftwerk die Betriebs- und Funktionsfähigkeit aller Systeme unter Beweis gestellt. Seit dem 27. Dezember ist die Anlage im RIPRE-Register (RIFRE- registro de instalaciones de production de regimen especial) der andalusischen Regionalregierung aufgenommen und erhält damit einen bestimmten Tarif für den erzeugten Strom. Seither speist die Anlage umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie ins Netz ein. Siemens lieferte für das Kraftwerk Lebrija das komplette Solarfeld inklusive der Solarreceiver, Kollektoren und Spiegel sowie die Dampfturbine. Valoriza war für die Bauarbeiten, den Power Block und das System für das Wärmeträgermedium verantwortlich. Siemens hat zudem die Systemintegration und das Engineering übernommen. Beide Unternehmen werden gemeinsam den Betrieb und die Wartung der Anlage übernehmen.

“Das Projekt Lebrija zeigt unser umfassendes Lösungsportfolio für solarthermische Kraftwerke. Erstmals lieferte hier Siemens sowohl die Dampfturbine als auch das komplette Solarfeld”, sagte Ted Scheidegger, CEO der Siemens Division Solar Hydro. “Die klimafreundliche Solarthermie hat weiterhin ein interessantes Potenzial. Neue Anwendungen sowie verringerte Kosten werden neue Marktchancen für diese umweltfreundliche Technologie eröffnen. Forschung und Entwicklung spielen hier eine zentrale Rolle. Siemens ist derzeit dabei, einen Fahrplan zur Kostenreduzierung und für neue Anwendungen umzusetzen.”

Bei solarthermischen Kraftwerken bündeln Spiegel die Sonnenenergie und erhitzen Öl auf rund 400 Grad Celsius, das seine thermische Energie an Wasser abgibt, das schließlich verdampft. Der Dampf wiederum treibt mit hohem Druck eine Turbine an, die über einen Generator die mechanische Energie in Strom umsetzt. Das Solarfeld in Lebrija umfasst über 400.000 Quadratmeter an Spiegeln (dies entspricht einer Fläche von mehr als 54 Fußballfeldern), die auf 6.048 Kollektoren mit 28 einzelnen Spiegeln pro Kollektor installiert sind. Aneinandergereiht würden die rund 170.000 Spiegel eine Strecke von 72 Kilometern abdecken. Dabei ist höchste Präzision gefordert: Die Krümmung der Spiegel ist auf den Bruchteil eines Grades genau und die Spiegel selbst werden exakt nach dem jeweiligen Stand der Sonne ausgerichtet damit möglichst viel Sonnenenergie gebündelt und anschließend in elektrische Energie umgewandelt werden kann.

„Erstmals lieferte hier Siemens sowohl die Dampfturbine als auch das komplette Solarfeld“, sagt Ted Scheidegger, CEO der Siemens Division Solar Hydro. „Die klimafreundliche Solarthermie hat weiterhin ein interessantes Potenzial. Neue Anwendungen sowie verringerte Kosten werden neue Marktchancen für diese umweltfreundliche Technologie eröffnen. Forschung und Entwicklung spielen hier eine zentrale Rolle. Siemens ist derzeit dabei, einen Fahrplan zur Kostenreduzierung und für neue Anwendungen umzusetzen.“

Zehntelgrad genaue Präzision: Foto: Siemens
Zehntelgrad genaue Präzision: Foto: Siemens

Zehntelgrad genaue Präzision
Bei solarthermischen Kraftwerken bündeln Spiegel die Sonnenenergie und erhitzen Öl auf rund 400 Grad Celsius, das seine thermische Energie an Wasser abgibt, das schließlich verdampft. Der Dampf wiederum treibt mit hohem Druck eine Turbine an, die über einen Generator die mechanische Energie in Strom umsetzt. Das Solarfeld in Lebrija umfasst über 400.000 Quadratmeter an Spiegeln (dies entspricht einer Fläche von mehr als 54 Fußballfeldern), die auf 6.048 Kollektoren mit 28 einzelnen Spiegeln pro Kollektor installiert sind. Aneinandergereiht würden die rund 170.000 Spiegel eine Strecke von 72 Kilometern abdecken. Dabei ist höchste Präzision gefordert: Die Krümmung der Spiegel ist auf den Bruchteil eines Grades genau und die Spiegel selbst werden exakt nach dem jeweiligen Stand der Sonne ausgerichtet damit möglichst viel Sonnenenergie gebündelt und anschließend in elektrische Energie umgewandelt werden kann.

PM: Siemens

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