Wichtiger Baustein für den Netzausbau – Neue 380 KV-Leitung zwischen Brunsbüttel-Wilster und Büttel

Der Ausbau der Stromnetze kommt weiter voran: Für eine neue 380 Kilovolt (KV)-Leitung zwischen der bestehenden 380 KV-Leitung Brunsbüttel-Wilster und der Konverter- und Umspannstation Büttel wurde nun der Planfeststellungsbeschluss erlassen.

Dies gab Energie-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang am 25. Januar bekannt. „Der Ausbau des Stromnetzes in Schleswig-Holstein beschleunigt sich weiter. Schleswig-Holstein setzt damit einen weiteren wichtigen Baustein für die Anbindung der Offshore-Windparks“, sagte Zieschang. Mit der neuen Leitung realisiere der Übertragungsnetzbetreiber Tennet einen weiteren Schritt zu Einkopplung der Offshore-Windparks ins deutsche Netz. Die vier Kabelstränge von den sieben Offshoreparks bis Brunsbüttel folgen in Kürze.

Die Erweiterung der bestehenden Leitungskapazität wurde erforderlich, um den in den Offshore-Windparks in der Nordsee ab 2013 erzeugten Strom ins Höchstspannungsnetz zu integrieren. Zu diesem Zweck wird aktuell bereits das Umspannwerk Büttel als Einspeisepunkt von Offshore-Windenergie aus der östlichen Nordsee errichtet. Für die Anbindung des Umspannwerks Büttel an das bestehende Höchstspannungsnetz ist innerhalb eines Jahres eine Erweiterung des bestehenden Freileitungsnetzes erforderlich. Konkret geht es um eine 380 KV-Freileitung mit vier Stromkreisen auf einer Strecke von drei Kilometern zwischen der bestehenden 380 KV-Leitung Brunsbüttel-Wilster und dem Umspannwerk Büttel, vergleichbar mit dem Bau einer zusätzlichen Auffahrt auf der Autobahn.

Ausbau des Stromnetzes
Schleswig-Holstein nimmt mit seinen windreichen Küstenregionen einen besonderen Stellenwert beim Umbau der Energieversorgung in Deutschland ein. Die Landesregierung hat mit der Ausweisung von 1,5 Prozent der Landesfläche als Windeignungsfläche im Landesentwicklungsplan 2011 frühzeitig ein Signal gesetzt. Diese Zielgröße wird bis zum Frühjahr 2012 in die Regionalpläne eingearbeitet.

Mit der Ausweisung der Windeigungsflächen geht das Erfordernis einher, über ausreichend Stromleitungen im Land bis hin zu den Verbrauchszentren in Süddeutschland zu verfügen. Die Netzbetreiber TenneT TSO und E.ON Netz haben hierfür ein Szenario von 9.000 Megawatt Windstrom onshore in Schleswig-Holstein (knapp 4.000 Megawatt sind bislang erreicht) und zusätzlich 3.000 Megawatt offshore bis 2015 entwickelt.

Vorreiter bei der Energiewende
Ziel ist, bis Mitte des Jahrzehnts 100 Prozent des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein aus Erneuerbaren Energien zu decken. Bis 2020 sollen rund acht bis zehn Prozent des gesamtdeutschen Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien aus Schleswig-Holstein gedeckt werden. Damit trägt das nördlichste Bundesland maßgeblich zum Gelingen der Energiewende in Deutschland bei; Schleswig-Holstein schafft nachhaltige Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze.

PM: http://www.schleswig-holstein.de

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