Siemens: Deutsche Bürokratie verteuert und behindert erheblich den Ausbau der Windenergie

Pressefoto: Siemens-Offshore
6MW Offshore-Turbine von Siemens

Siemens sieht das Ende der guten Ausbauzeiten bei der Windkraft.

Vorstandschef Peter Löscher vom Elektrokonzern Siemens bestätigt, das in Deutschland im Windkraftgeschäft die politischen Rahmenbedingungen durch die Bürokratie einen raschen und nachhaltigen Ausbau verhindert.

Die regulatorischen Voraussetzungen in Deutschland seien nicht gegeben, um Windkraftprojekte in der vorgegebenen Zeit abzuwickeln, so Vorstandschef Peter Löscher am Dienstag vor dem Beginn der Siemens-Hauptversammlung. Zugesagte Zeiten von 30 bis 34 Monaten seien nicht mehr einzuhalten und es gehe eher in Richtung 45 Monate und noch mehr. Diese Verzögerungen treibe die Kosten unkalkulierbar in die Höhe.

Auch die Verzögerungen bei den behördlichen Genehmigungsprozessen für die Netzanbindung von 5 deutschen Windkraftprojekten schaffe jetzt schon Mehrbelastungen von 203 Millionen Euro, ein Ende sei trotzdeem nicht in Sicht. Das alles drücke den veranschlagten Quartalsgewinn merklich.

Die Offshoreprojekte haben einen Auftragswert von 1,6 Milliarden Euro, hier muß Siemens in Vorleistung gehen und sich auf die Zusagen verlassen können. Ein unnötiges Hindernis bei den Plattformen für Windkraftanlagen auf hoher See hierzulande, sei im Gegensatz etwa zu Großbritannien, dass es keine Standardisierung gebe und somit Zulassungen unnötig lange dauerten.

Löscher sieht das Windgeschäft in einer Phase der Normalisierung sowohl beim Umsatzwachstum als auch bei der Profitabilität, allerdings seien die goldenen Zeiten vorbei, wo im Windgeschäft mit zweistelligen Wachstumsraten und Margen gerechnet werden könne. Es könne sich aber ein solides Geschäft mit einstelligen Margen entwickeln. Für das kommenden Quartal geht Löscher von einer positiven Entwicklung bei der Windkraft aus, die momentan neben der Bürokratie auch unter einem harten Preiswettbewerb leidet.

Quellen: Financial-Informer/Siemens

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch unseren Artikel vom 22. Januar 2012 – Artikel über die Solarförderung, bzw. Solarlüge, vergessen leider die Wahrheit, den Atomausstieg

Haben die Großkonzerne schon Probleme mit der Bürokratie, so ist es für Kleinwindanlagenhersteller und den einfachen Staatsbürger ohne Lobby fast aussichtslos nur eine Kleinwindanlage aufzustellen

HB

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