Wie Kommunen und Bürger von der beschleunigten Energiewende profitieren

Gemeinsame Zirkeltagung der EnergieAgentur.NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie NRW zu Bürger-Beteiligungsmodellen und Projekterfahrungen aus der Region mit Erneuerbaren Energien.

Gummersbach. „Energiewende vor Ort richtig gestalten – kommunale Wertschöpfung und Bürgerpartizipation mit Erneuerbaren Energien“, so der Titel der Kooperationsveranstaltung der EnergieAgentur NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie NRW (LEE NRW), die am heutigen Donnerstag in Gummersbach stattfindet. 90 Teilnehmer haben die Einladung der Veranstalter angenommen.

„Für die beschleunigte Energiewende sind Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger die zentralen Akteure. Nur wenn Städte und Gemeinden beim Ausbau der Erneuerbaren Energien entschieden vorangehen und ihre Einwohner mitnehmen, wird die Umstellung des Energiesystems erfolgreich gelingen. Gleichzeitig eröffnen sich vor Ort mit dem Wechsel hin zu regenerativen Energieträgern enorme wirtschaftliche Chancen, die es zu nutzen gilt. Diesen Weg wollen wir intensiv unterstützen“, erläutert der NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel das Ziel der Veranstaltung.

Experten aus Wissenschaft und Praxis veranschaulichten, wie sich die kommunalen Wertschöpfungseffekte aus Erneuerbaren Energien genau darstellen, welche Steuerungsmöglichkeiten die Kommunen bei der Förderung von Bürgerenergieanlagen haben und wie sich Anwohner vor Ort konkret in Projekte einbinden lassen. „Es geht uns mit der Veranstaltung vor allem darum, die Akteure vor Ort über rechtlichen Rahmenbedingungen aufzuklären und bereits bestehende Erfolgsmodelle, die Vorbildcharakter besitzen, aus der Region zu präsentieren,. Als kommunale Beratungsinstanz in Fragen der künftigen Energieversorgung wollen wir die Entscheidungsträger ermutigen, die Energiewende selbst zu gestalten und weiter voranzutreiben“, so Lothar Schneider Geschäftsführer der Energieagentur NRW.

Auch Jan Dobertin, Geschäftsführer der LEE NRW, sieht in der Veranstaltung einen wichtigen Beitrag für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in NRW: “Der Wechsel der Energiesysteme hin zu kleineren, dezentralen Einheiten bietet Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern verstärkt die Möglichkeit, die Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen und davon zu profitieren.“ So seien heute mehr als 50 % der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen in der Hand von Privatpersonen und Landwirten. Die kommunale Wertschöpfung aus Gewinnen, Einkommen und Steuern betrug im Jahr 2009 bundesweit rund  6,8 Milliarden Euro. „Über diese positiven Aspekte der Energiewende wollen wir informieren und Handlungsempfehlungen geben, wie sich die wirtschaftlichen Potentiale der Energiewende bestmöglich im Sinne von Kommunen und Bürgern heben lassen“, so der LEE-Geschäftsführer.

Nach ausverkauften Veranstaltungen in Coesfeld und Paderborn war dies die Dritte einer vierteiligen Veranstaltungsreihe. Im Februar wird sie vorerst das letzte Mal in Düren (29.02.2012) Station machen. Die Referenten zu den best-practice Beispielen kommen jeweils aus der Region und können so kompetent zu den lokalen Besonderheiten Auskunft geben. Die Programme und das Anmeldeformular finden sich auf der Homepage der EnergieAgentur.NRW: www.energieagentur.nrw.de/10694

Pressekontakt und weitere Informationen:
EnergieAgentur.NRW
Dr. Joachim Frielingsdorf
Tel.: 0202/24552-19 und 0172 2616577
pressestelle@energieagentur.nrw.de

LEE NRW
Jan Dobertin
Tel.: 0211/159613-95
jan.dobertin@lee-nrw.de

Pressemitteilung der EnergieAgentur.NRW

Ansprechpartner/in: Dr. Joachim Frielingsdorf

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