Lutz Goebel: Solarförderung zeichnet sich seit Jahren durch extreme Fehlsteuerung aus

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Lutz Goebel: Solarförderung zeichnet sich seit Jahren durch extreme Fehlsteuerung aus / Familienunternehmer unterstützen Bundeswirtschaftsminister Rösler

(Berlin) – DIE FAMILIENUNTERNEHMER kritisieren die hohen Subventionen, die weiterhin zur Förderung der Solarwirtschaft aufgewendet werden. „Die Solarförderung zeichnet sich seit Jahren durch eine extreme Fehlsteuerung aus – 50 Prozent der Förderung erzielen nur 2 Prozent der Energieerzeugung. Darüber können auch die bescheidenen Kürzungen der Förderbeträge nicht hinwegtäuschen. Die ungeheuren Summen, die in die Photovoltaik gepumpt werden, landen nämlich fast ausschließlich in der Produktion und nur zu einem sehr kleinen Teil in der Forschung und Entwicklung von Neuerungen. So konnte kein technischer Vorsprung erhalten werden. Deshalb profitieren inzwischen auch chinesische Hersteller mehr als deutsche von diesen Subventionen, die den Investoren 12 Prozent Rendite sichert. Das Ergebnis ist, wie wir nun sehen: ein Solarunternehmen nach dem anderen gerät in Schwierigkeiten. Wir unterstützen die kritische Überprüfung und weitere Kürzung der Förderung, die Bundeswirtschaftsminister Rösler jetzt fordert, weil durch die Solarförderung im EEG der Strompreis der Industrie und des kleinen Mannes massiv verteuert wird“, kritisierte Lutz Goebel, Präsident von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.

Lutz Goebel weiter: „Allein die bis 2010 errichteten Solaranlagen schlagen mit einem gesamten Förderungsvolumen von über 81 Mrd. Euro zu Buche, da die Vergütungen bei ihrer Errichtung für 20 Jahre garantiert werden. Jede zusätzliche Anlage ab 2010 erhöht die Kosten weiter. Dabei ist es längst klar, dass es wesentlich effizientere Wege gibt, aus erneuerbaren Quellen Strom zu erzeugen. Es wäre sinnvoll hier endlich Effizienzkriterien einzubauen. Natürlich kann man nicht auf einen Schlag die Förderung abbrechen. Aber ein langfristiger Weg aus dieser massiven Überförderung bzw. eine Begrenzung, wie es Herr Rösler fordert, ist auf jeden Fall nötig. Dass es dabei zu einer Konsolidierung in der Branche kommt, bei der manche auf der Strecke bleiben werden, ist die Folge der falschen Förderpolitik der Vergangenheit.“

Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU e.V. (ASU), Bundesgeschäftsstelle
Klaus-Hubert Fugger, Pressesprecher
Charlottenstr. 24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065390
E-Mail: fugger@familienunternehmer.eu
Internet: http://www.familienunternehmer.eu

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