25.000 neue Arbeitsplätze in den nächsten Jahren dank Offshore

Das Stützgerüst (Jacket) des Umspannwerks für den ersten deutschen Offshore-Windpark „alpha ventus“ am Kran hängend / Foto: Wikipedia

Das Energiekonzept der Bundesregierung plant bis 2030 15 % des Strombedarfs aus Offshore-Windparks zu decken. Für die Erstellung von Windanlagen, Basishäfen, Aufstellung und Wartung von Offshore-Windparks werden in den nächsten Jahren 25.000 Arbeitsplätze entstehen, so die Schätzung der Windenergieagentur Bremerhaven/Bremen (WAB).

Insgesamt sind 5.000 Windturbinen auf See geplant, die in verschiedenen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee erstellt werden sollen, das bedarf einer logistischen Meisterleistung auf noch weitgehend unbekanntem Unterwassergebiet.

  • Problem ist nicht nur der Fachkräftemangel, sondern auch vollkommen neue Techniken, mit ganz neuen Herausforderungen.
  • Wie kommt der erzeugte Strom von der See aufs Land.
  • Die Netzanbindung wird wahrscheinlich das ganze Projekt um ein Jahr verzögern und teurer gestalten als vorhergesehen.

Alpha Ventus, im Jahr 2009 errichtet, ist der erste Test-Offshore-Windpark vor Deutschlands Küsten. Hier hat die Offshore-Branche begonnen Fahrt aufzunehmen.
2011 ging der Windpark Baltic I in der Ostsee als erster kommerziell betriebene Offshore-Windpark in Betrieb.
Der Windpark Bard I vor Borkum und der Windpark Nordsee Ost nördlich von Helgoland sind bereits in der Bauphase, erste Windanlagen liefern bereits Strom.

Die deutsche Industrie richtet sich bereits an der Küste ein, sie fertigt die Fundamente für Windräder, die bis zu 40 Metern unter der Wasseroberfläche verankert werden müssen. Solche gigantischen Sockel müssen direkt am „Verladebahnhof“, den Basishäfen gefertigt werden, sie sind über Land nicht mehr zu transportieren. Nur an Schwerlasthäfen können sie auf die neu entwickelten Transport- und Errichtungsschiffe verladen werden und nur diese Schiffe sind in der Lage Offshore-Windparks zu errichten.

Insgesamt muss jedes Einzelstück gut durchdacht sein, allein Schiffe, die solche Gewichte „handhaben“ können sind eine technische Meisterleistung und haben durch ihre Entwicklungszeit auch das ganze Vorhaben schon verzögert. Ganz neue Terminals müssen in den Basishäfen gebaut werden, die solche Schiffe aufnehmen und beladen können.

Firmen wie E.ON, RWE, Siemens, Dillinger Hütte und viele andere neben den eigentlichen Windanlagenherstellern, den Netzbetreibern und Entwicklern sind mit Investitionen in Millionenhöhe am Werk. Service-Flughäfen entstehen, eine Aufbruchsstimmung hat die sonst so verträumten Küstenstädte erfasst.

Die kleine Stadt Husum ist seit Jahrzehnten das Weltzentrum der Windenergie und lädt die Großen der Windindustrie alle 2 Jahr zu der einzigen globalen Windmesse.

HB

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