Frankreich wählt 5 Standorte für Offshore-Windparks vor der Küste aus

Kueste-Bretagne / Foto. HB

PARIS – Es geht um Größenordnungen von schätzungsweise 10 Milliarden Euro für die Erneuerbaren Energien.

Frankreich verläßt die Atomrichtung und setzt auf erneuerbare Energien – zumindest zum Teil. Bis 2020 will die französische Regierung 23 % des erzeugten Stromes aus erneuerbaren Energien speisen.

An 5 Küstenorten des Atlantiks sind Offshorewindparks mit jedesmal mehr als hundert Turbinen geplant. 3 GW Strom sollendie Anlagen zusammen einmal produzieren; einer Leistung von drei Atomkraftwerken. Die Investitionen sollen von den Betreiber aufgebracht werden – im Gegenzug steht die garantierte staatliche Abnahmegarantie. Bis Mittwoch konnten sich die Anbieter für den Milliardenauftrag melden.

Frankreichs Atlantikküste ist 3000 Kilometer lang und es wehen hier gute Winde für Windkraftwerke, was Anleger anzieht.

1. Bieter: Der staatliche AKW-Betreiber Electricité de France hat mit der dänischen Dong Energy und der deutschen WPD Offshore, sowie dem französischen Windanlagenhersteller Alstom ein Konsortium gebildet.
2. Bieter: GDF Suez, französischer Energieversorger, setzt auf Windräder von Areva und Siemens.
3. Bieter: Iberdrola, der spanische Weltmarktführer für Windkraft, hat sich mit französischen und britischen Firmen verbündet.

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex, Anlagenhersteller vom Offshore-Windpark alpha ventus, hat bisher kein Angebot abgegeben.

Nathalie Kosciusko-Morizet französische Umweltministerin versicherte noch vor den französischen Präsidentschaftswahlen im April die Betreiber der fünf Standorte auszuwählen. Die Vergabekriterien werden gestaffelt: 40 % für den angebotenen Strompreis, 40 % für 10 000 Arbeitsplätze und mit 20 % sollen Einsprachen von Anwohnern ins Gewicht fallen.

Durch diese Vergabekriterien versucht die Regierung in Paris zu verhindern, dass die Großvorhaben an Beschwerden von Anwohnern scheitern. Eine Ausschreibung für die Normandie im Jahr 2004 scheiterte an Gerichtsverfahren. 2011 drohte die Unesco auf Windanlagen zu verzichten die näher als 20 Kilometer vor dem Mont Saint-Michel liegen; sonsten verliere Mont Saint-Michel das Siegel des „Weltkulturerbes“.

HB

Konsortium mit wpd-Beteiligung reicht vier Projekte ein, die die Basis für die Produktionsindustrie in Frankreichs Windbranche bilden sollen.

Paris  – Das Bieterkonsortium, angeführt von EDF Energies Nouvelles, hat heute vier Projekte für die aktuelle Ausschreibung im Offshore-Tenderverfahren der französischen Regierung eingereicht. Die Projekte beinhalten einen ebenso hochambitionierten wie ausgewogenen Industrieplan, der die Herstellung der Windenergieanlage von Alstom regelt und 7.500 neue Stellen schaffen soll.

Das Offshore-Konsortium, angeführt von EDF Energies Nouvelles und unter Beteiligung von DONG Energy, Nass&Wind Offshore und wpd offshore hat Exklusivverträge mit dem Hersteller Alstom vereinbart. Eingereicht werden insgesamt vier Projekte für die Standorte Saint-Nazaire, Saint-Brieuc, Courseulles-sur-Mer und Fécamp.

Mit Hilfe der Technologie von Alstom, dem Hersteller der einzigen Windenergieanlage, die komplett in Frankreich gefertigt wird, soll eine Industrie der erneuerbaren Energien etabliert werden, die schließlich auch entsprechende Exporte hervorbringen wird.

Von den Vorhaben werden zahlreiche französische Häfen wirtschaftlich enorm profitieren. Alstom, der Exklusivhersteller für die neue Generation der 6-MW-Anlage, die das Konsortium verwendet, plant den Bau von vier Produktionseinheiten an den zwei Standorten Saint-Nazaire und Cherbourg, um die wichtigsten Bauteile herzustellen, was zu 5.000 neuen Arbeitsplätzen im Umfeld inkl. 1.000 Direkteinstellungen führen soll. Parallel plant die Bietergruppe acht Einheiten für den Bau und die Montage der Fundamente an den Standorten Saint-Nazaire, Brest, Cherbourg und Le Havre zu etablieren und O&M-Center in den Häfen von La Turballe, Saint-Quay-Portrieux, Ouistreham und Fécamp zu errichten. Diese Projekte werden zudem die Aktivitäten eines Netzwerks aus Betreibern und Subunternehmern vor Ort während der Errichtung und des Betriebs der Offshore-Windparks entwickeln und formen.

Den vier eingereichten Projekten liegen Wind- und Umweltverträglichkeitsstudien zu Grunde, die über vier Jahre aufgezeichnet wurden. Ebenso wurden detaillierte geologische Beobachtungen am jeweiligen Standort gesammelt, um die Charakteristika des Meeresgrunds zu erforschen. Diese Daten sind ausschlaggebend, um die jeweils beste technische Lösung für das Gelände zu ermitteln und solide Projekte zu entwickeln, die sich passgenau und realistisch in das jeweilige Projektstadium eingliedern. Durch das vorausschauende Vorgehen hat das Konsortium mittlerweile eine Führungsposition in der Projektentwicklung erreichen können.

Zudem konnte die Gruppe bereits vor einiger Zeit durch eine Anhörung mit den Akteuren vor Ort wie Fischern, Kommunen, Politikern und Anwohnern einen breiten Konsens für die geplanten Projekte an den vier Standorten erreichen.

Gemeinsame Pressemitteilung:
wpd offshore GmbH:
Christian Schnibbe
Tel.: +49 (0) 421 168 66 10
E-Mail: mailto:c.schnibbe@wpd.de

Frankreichs Offshore-Tender:
ALSTOM:
Jérôme Bridon
Tel.: +33 (0)1 41 49 38 78
E-Mail: mailto:jerome.bridon@power.alstom.com

EDF Energies Nouvelles:
Clotilde Nicolas
Tel.: +33 (0)1 40 90 48 02
E-Mail: mailto:clotilde.nicolas@edf-en.com
Aurélia de Lapeyrouse (Brunswick): +33 (0)1 53 96 83 72

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