Russisch-deutscher Workshop für Automobil- und Straßenwesen in Moskau und Sankt-Petersburg

An einem einwöchigen binationalen Workshop des Moskauer Instituts für Automobil- und Straßenwesen (MADI) nahmen jetzt 13 Studierende vom Standort Senftenberg der Hochschule Lausitz (FH) teil.
Unter Leitung von Prof. Dr. Peter Biegel und der Mitarbeiterin des Akademischen Auslandsamtes Marina Lewandrowski reisten die Studierenden aus dem Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau an die Partneruniversität in der russischen Hauptstadt. Diese wirkt mit der Hochschule Lausitz im Rahmen des Programms Ostpartnerschaften des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zusammen.

Der Workshop stand unter dem Thema „Energiespezifische Aspekte des Verkehrswesens und Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz von Transportmitteln“. An der wissenschaftlichen Tagung vom 5. bis 12. Juni 2011 waren auch Studierende der Technischen Universität Lipezk beteiligt.

Seit dem Vorjahr bestehen wissenschaftliche Kontakte zwischen der Hochschule Lausitz und dem Moskauer Institut für Automobil- und Straßenwesen. Eine Delegation der russischen Partneruniversität machte sich im Dezember 2010 unter der Leitung von Prof. Dr. Andrey Rementsov, Vizerektor für Internationales, mit den modernen Bedingungen für Lehre und Forschung an der Hochschule Lausitz vertraut.

An beiden Hochschulen arbeiten Teams von Studierenden und Lehrenden an der Entwicklung von Fahrzeugen mit hoher Energieeffizienz. Die Moskauer starteten bisher bei den internationalen Wettbewerben Formular-Student und Formular-Hybrid mit ihren Energiesparautos, während sich die Vertreter der Hochschule Lausitz beim Shell Eco-marathon Europe sehr gut platzieren konnten. Hintergrund der Studienreise war die angestrebte stärkere Zusammenarbeit beider Hochschulen bei der Entwicklung ökologischer Transportmittel.

Deshalb bestand ein Lernziel des Workshops in Moskau darin, ökologische, technische und ökonomische Fachkenntnisse in Zusammenhang mit der Nutzung einer Sprache als einem gemeinsamen Kommunikationsmittel für Studierende verschiedener Länder zu bringen, um eine ingenieurtechnische Aufgabe zu lösen. Ein weiteres Lernziel bestand darin, die Studierenden mit dem historisch gewachsenen Verständnis von Ingenieurarbeit in Russland und Deutschland vertraut zu machen und interkulturelle Unterschiede bei der internationalen Zusammenarbeit zu berücksichtigen.

Am MADI informierten sich die Studierenden der HL über Lehre und Forschung sowie Laborausstattung, insbesondere des Weltkonzerns Toyota, der hier ein experimentelles Labor für Automobilingenieure unterhält.

Die Studierenden der HL präsentierten ihre für die erfolgreiche, unter anderem mit einem vierten Platz bei den Batteriefahrzeugen belohnte Teilnahme am Shell Eco-Marathon entwickelten Fahrzeuge. Beide Studentengruppen überlegen, ob sie für den Shell Eco-Marathon 2012 in Rotterdam ein gemeinsames Fahrzeug bauen.

Die Studierenden besuchten den Buspark Nr. 11 in Moskau, den einzigen Park, in dem die Busse statt Benzin mit großem wirtschaftlichem und ökologischem Gewinn Methan-Gas nutzen. Außerdem konnten sich die deutschen Studierenden über ein interessantes experimentelles Hybridfahrzeug informieren, das Merkmale von Bussen und Trolleybussen vereint.

Die russischen und deutschen Studierenden waren während des binationalen Workshops gemeinsam im Wohnheim untergebracht, so dass eine enge, Vertrauen schaffende Atmosphäre entstand. Neben den Präsentationen und Seminaren wurde die gemeinsame Zeit für Exkursionen zum Kreml und zum Roten Platz, zum Museum für Technik und zum Park Archangelskoye sowie zu einer Schifffahrt auf der Moskwa genutzt.

Im zweiten Teil der Studienreise, in Sankt-Petersburg, besuchten die Studierenden die dortige Polytechnische Universität. Unvergessliche Eindrücke nahmen die Lausitzer aus der Eremitage und der Sommerresidenz der russischen Zaren, dem Petershof, mit. Der nächste Internationale Workshop mit Studierenden und Professoren des Moskauer Instituts für Automobil- und Straßenwesen und der Sankt-Petersburger Polytechnischen Universität ist für 2012 an der Hochschule Lausitz in Senftenberg geplant.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Hochschule Lausitz (FH)
Foto: Moskauer Institut für Automobil- und Straßenwesen (MADI)
Foto: Prof. Dr. Peter Biegel/ Hochschule Lausitz

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