Stadtwerke-Azubis bringen Know-How auf die Rennstrecke eines wasserstoffbetriebenen Karts

wasserstoffbetriebenes Kart
wasserstoffbetriebenes Kart

Den Beweis für die Renntauglichkeit eines wasserstoffbetriebenen Karts liefern die angehenden Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik der Stadtwerke Bochum.

Am 16. Juli gehen auf der Hertener Zeche Ewald sieben Azubi-Teams von Unternehmen aus dem Ruhrgebiet beim Wasserstoffrennen des „h2-netzwerks-ruhr“ an den Start. Die Aufgabenstellung ist klar: Herstellung eines fahrfähigen Hybrid-Karts auf Brennstoffzellenbasis sowie eine umfangreiche Dokumentation und die individuelle Gestaltung des Kart-Designs. Geschwindigkeit und Reichweite werden sich bei Qualifying, Hauptrennen und Reichweitenrennen erweisen.

Die Stadtwerke Bochum sagten die Teilnahme gerne zu: „Es ist uns eine Freude moderne Antriebstechnologien in den Lehralltag unserer betrieblichen Berufsausbildung zu integrieren und auf diese Weise unseren Auszubildenden eine spannende Abwechslung zu bieten“, erklärt Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, der schon selbst Erfahrungen hinter dem Steuer eines Go-Karts auf Michael-Schumachers-Kartbahn gesammelt hat.

Die Brennstoffzellen-Antriebstechnik beruht auf der Gewinnung von elektrischer Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Ein Elektromotor bringt schließlich die Pferdestärken auf den Asphalt. Dabei entsteht reiner Wasserdampf als umweltfreundliches Abgas. Wasserstoffantriebe gelten als zukunftsweisend bei der Zielsetzung der Verringerung von CO2-Emissionen im Straßenverkehr.

Teammanager und Stadtwerke-Ausbilder Thomas Götz gibt einen Einblick in die Vorbereitungen: „Die Komponenten sind bereits in unserem Rennstall eingetroffen. Ein augenscheinlich ganz normales Elektro-Kart hat jedes Team gestellt bekommen, die Brennstoffzelle und andere zentrale Bauteile für einen Hybridantrieb ebenso. Gedanken zur technischen Umsetzung haben die Auszubildenden schon angestellt. Auch Ideen zur optischen Gestaltung gibt es.“ Über geplante Trainingseinheiten wollte Thomas Götz noch nicht reden: „Zu viel möchte ich noch nicht verraten. Denn auch, wenn wir hier von einem gemeinsamen Projekt auf Augenhöhe sprechen, bleibt der Wettbewerbsgedanke bestehen“, sagt Ausbilder Thomas Götz mit einem Augenzwinkern.

Ziel der Projektarbeit mit abschließendem sportlichem Event ist es, die Themen „Wasserstoff“ und „Ausbildung“ zu verbinden und so über den Kreis der Fachinteressierten hinaus öffentlichkeitswirksam darzustellen. Das junge Technikteam der Auszubildenden war sofort begeistert von dem Projekt: „Das Tüfteln am Wasserstoff-Kart ist eine neue Herausforderung und hat uns allen viel Spaß gemacht“, sagt Tim Denzinger, Auszubildender zum Industriemechaniker bei den Stadtwerken und einer der zwei Piloten, der das Hybrid-Kart am Renntag hoffentlich als erster über die Ziellinie steuern wird.

„Die Brennstoffzellentechnologie ist heutzutage schon sehr weit entwickelt und erreicht elektrische Wirkungsgrade von bis zu 65 Prozent. Die Stadtwerke Bochum planen daher in wenigen Monaten auch im Haushaltsbereich eine Brennstoffzelle als Energieproduzent einzusetzen“, verrät Dietmar Spohn, weitere Nutzungsmöglichkeiten.

Wer sich vom Engagement der Stadtwerke Bochum überzeugen und gleichzeitig das Renngeschehen live miterleben möchte, ist eingeladen am 16. Juli bei freiem Eintritt dabei zu sein. Ab 12 Uhr wird Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Veranstaltung auf der Zeche Ewald am Doncaster Platz, eröffnen.

Zusätzliche Information gibt es im Internet unter www.h2-netzwerk-ruhr.de.

Quelle: Stadwerke Bochum

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