Förderung der Windkraft zahlt sich für den Staat aus

Die Förderung der Windkraft zahlt sich für den Staat aus. Die Summe der Steuerzahlungen an öffentliche Haushalte ist doppelt so hoch wie die Fördersumme, die der Windbetreiber erhält.

IG Windkraft aus Österreich berichtet:
Die Windkraftbranche zahlt während der Laufzeit der Windkraftanlagen doppelt so viel Geld an Steuern an öffentliche Haushalte, wie sie als Förderungen aus dem Ökostromgesetz erhält. Die IG Windkraft plädiert für Mut beim Beschluss eines ambitionierten Ökostromgesetzes im Parlament.

Angesichts der akutell im Parlament diskutierten Ökostrom-Novelle verweist Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, auf den positiven Beitrag zum öffentlichen Haushalt durch die Windkraft. Zwar benötigt die Windkraft aufgrund der Verzerrung der Energiemärkte eine von den Konsumenten finanzierte Unterstützung im Rahmen des Ökostromgesetzes, die Rückflüsse an den Staat wiegen diese Förderungen jedoch zweimal auf.

  • „Die Förderung der Windkraft zahlt sich für den Staat aus.
  • Die Summe der Steuerzahlungen an öffentliche Haushalte ist doppelt so hoch wie die Fördersumme, die der Windbetreiber erhält.
  • Andere positive volkswirtschaftliche Auswirkungen wie die Schaffung von Arbeitsplätzen
  • oder die Vermeidung von CO2-Zertifikatskosten sind da noch nicht berücksichtigt“,

so Mag. Stefan Moidl.

Berechnet wurden die finanziellen Rückflüsse durch die Windkraft an den Staat anhand eines gängigen Investitionsrechnungsmodelles für Windparks. Berücksichtigt wurden Steuern der Anlagenbetreiber sowie jene der von ihnen beauftragten Unternehmen. Konservativ angesetzt wurde der für die Berechnung wesentliche Marktpeis für herkömmlichen Strom mit einem aktuellen Preis von derzeit rund 6 Cent sowie einer jährlichen Entwicklung von 4,5 %, was deutlich unter der Steigerung des letzten Jahrzehnts liegt. Als Ergebnis zeigt sich, dass allein die österreichischen Anlagenbetreiber rund 133 % der erhaltenen Förderung wieder an den Staat als Steuern zurückbezahlen. Gemeinsam mit der Wertschöpfungsstufe der durch Anlagenbetreiber beauftragten Unternehmen kommt man auf Rückflüsse von 164 %. Rechnet man auch Rückflüsse an ausländische staatliche Haushalte ein, ergeben sich Rückflüsse von rund 200 %. Das bedeutet: Die Summe der Zahlungen an öffentliche Haushalte ist doppelt so hoch wie die erhaltene Fördersumme.

Kosten für Windkraftförderung betrugen im Jahr 2010 4,3 Euro pro Haushalt
Anfang 2011 liefern 625 Windräder mit einer Gesamtleistung von 1011 MW Strom ins österreichische Stromnetz. Diese Anlagen erzeugen ca. 2,1 Mrd. Kilowattstunden sauberen Strom – dies ist der Jahresstromverbrauch für rund 600.000 Haushalte. Die Förderung für diese Anlagen betrugen im Jahr 2010 4,3 Euro pro Haushalt für das gesamte Jahr. Bei einem weiteren wesentlichen Ausbau der Windkraft werden diese Kosten sich maximal verdoppeln. 3.300 Jobs sichert die Windkraft in Österreich.

In Anbetracht der positiven volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Windkraft hofft Moidl auf Mut bei der Beschlussfassung des Ökostromgesetzes im Nationalrat. Wirtschaftsminister Mitterlehner habe in der Regierungsvorlage bereits deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Begutachtungsentwurf vorgenommen. Nun bedürfe es noch der Anpassung weniger, aber entscheidender Details im Parlament, dies vor allem bei der Höhe der Mittel sowie bei der Ausgestaltung des Abbaus der Warteschleife bei Windkraftprojekten.

Quelle: IG-Windkraft.at

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