Positionspapier des Bundesverbandes Kleinwindanlagen zur geplanten Neufassung der EEG

Positionspapier des Bundesverbandes Kleinwindanlagen zur geplanten Neufassung der EEG

Kleinwindtechnologie „Made in Germany“

Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergessene Technologie

Die Katastrophe von Fukushima hat das Bewusstsein der Welt nachhaltig verändert. In keinem Land der Welt ist der politische Umbruch stärker spürbar als in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Richtungswechsel hin zu den regenerativen Energiequellen klar formuliert und ist dabei, diesen umzusetzen.
Umso überraschender ist, dass neben der Förderung von Photovoltaik- und Großwindanlagen eine neue und international stark expandierende Branche im neuen EEG völlig unberücksichtigt bleiben soll:

Die dezentrale Kleinwindtechnologie

Obwohl die Fachpresse immer wieder berichtet und trotz zahlreicher Interventionen von Verbänden und Fachleuten, weist der aktuelle Entwurf des EEG keine Abgrenzung der Kleinwindanlagen von den Großwindanlagen und keine angemessene Vergütung auf.

Um auch aus der Netzeinspeisung einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen, muss der Strom aus Kleinwindanlagen nach Berechnungen des BVKW, je nach Bauhöhe eine EEGVergütung zwischen 22 und 30 €Ct/kWh als Anschubförderung erhalten.

Zum Vergleich: Strom aus Photovoltaik (PV) wurde auf einem Niveau zwischen 30 und über 50 €Ct/kWh und aus Großwindanlagen um 9 €Ct/kWh gefördert.

Kleinwindanlagen mit Bauhöhen unter 30 m bis zur Flügelspitze können

  • umwelt- und klimafreundlichen Strom aus der Windenergie gewinnen,
  • sich durch die geringe Größe und ein modernes Design harmonisch in das Landschaftsbild einfügen, ohne dieses zu überragen, so wie ursprünglich die historischen Windmühlen,
  • Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland schaffen und Energieimporte mindern.

Kleinwindanlagen haben Leistungen zwischen 100 Watt und bis über 50 kW. Eine „große“ Kleinwindanlage kann mit 22 m Nabenhöhe und 16 m Rotordurchmesser (30 m Bauhöhe) an einem guten Standort bis über 100.000 kWh /a erwirtschaften.
Dies entspricht dem Ertrag einer typischen, modernen großen PV-Anlage mit etwa 800 bis 1.000 m² Kollektorfläche.
Mit einer EEG-Anschubförderung kann das neue, regenerative Technologiefeld Kleinwindanlagen für eine deutsche Marktführerschaft erschlossen werden, bevor diese an andere Länder, wie China, USA, Dänemark und Großbritannien abgegeben werden muss.

Noch kann in die Revision des EEG zum 01.01.2012 eine angemessene und unbürokratische Förderung von Kleinwindanlagen integriert werden. Der BVKW hat den zuständigen Ministerien und Behörden seine Stellungnahmen und Vorschläge vorgelegt.
Diese wurden bisher nicht erhört.
Der Bundesverband Kleinwindanlagen (BVKW) ruft alle politischen Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit auf, ihren Einfluss bei der Verabschiedung des neuen EEG geltend zu machen und eine angemessene Kleinwindregelung zu verabschieden.

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Mitteilung: BVKW

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