Das erste Fundament des Offshore-Windparks Thornton Bank 2 erfolgreich installiert

Das erste Fundament des Offshore-Windparks Thornton Bank 2 wurde erfolgreich vor der belgischen Küste installiert. Das rund 50 Meter hohe und 550 Tonnen schwere Stahlgerüstfundament (sog. Jacket-Fundament) wurde in Hoboken in der Nähe von Antwerpen gefertigt und in den vergangenen Tagen über Pontons durch die Scheldemündung bis zum Einsatzort rund 30 Kilometer vor der belgischen Küste transportiert.

* Bau des derzeit größten projektfinanzierten Offshore-Windparks im Zeitplan
* Erweiterung des Windparks in zwei Phasen um insgesamt 295 Megawatt

Mittels eines Schwerlastkrans wurde das Fundament anschließend auf die am Meeresboden vorinstallierten Gründungspfähle gesetzt und dort verankert. Insgesamt werden so in diesem Sommer alle 25 Fundamente der zweiten Ausbaustufe des Windkraftwerks Thornton Bank in Wassertiefen zwischen 12 und 25 Metern installiert.

„Wir liegen mit dem Projekt Thornton Bank gut im Zeitplan. Die Logistikkette funktioniert hervorragend, so dass die Vorbereitung des Baufeldes unter Wasser und das Einbringen der Gründungspfähle in den letzten Wochen wie geplant fertig gestellt werden konnten. Wenn das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht, sollen in den kommenden Wochen und Monaten nicht nur die Fundamentarbeiten sondern auch die Verkabelung für die Windkraftanlagen und die Umspannstation auf See abgeschlossen sein“, erklärt Prof. Martin Skiba, Leiter Offshore-Windkraft bei RWE Innogy.

Anfang des kommenden Jahres folgt dann die Installation der eigentlichen Windturbinen und des Umspannwerks. Für die zweite Ausbauphase von Thornton Bank werden auf rund zehn Quadratkilometern insgesamt 24 Windturbinen der 6-Megawattklasse errichtet. Das Gesamtgewicht, das dann auf jedem einzelnen Fundamenten lastet, beträgt rund 700 Tonnen.

Von 2012 bis 2013 folgt dann der Bau der dritten Ausbaustufe auf einer Fläche von 12 Quadratkilometern mit ebenfalls 24 Windturbinen. Zudem soll Anfang 2012 ein zweites 150 Kilovolt Unterwasserkabel verlegt werden, über das der erzeugte Strom zur Einspeisestation an Land nach Sas Slijkens transportiert wird.

Nach Fertigstellung wird das Windkraftwerk Thornton Bank über eine installierte Leistung von rund 325 MW verfügen und umgerechnet rund 600.000 Menschen im Jahr mit Strom versorgen. Die erste Ausbauphase des Windkraftwerks ist bereits seit 2009 in Betrieb. Die sich in Thornton Bank 1 drehenden sechs 5-Megawattanlagen liegen seither bei einer Verfügbarkeit von rund 97 Prozent.

Der Windpark Thornton Bank ist derzeit der größte projektfinanzierte Offshore-Windpark in Europa. Für den Ausbau des Windparks stellen insgesamt acht europäische Banken – darunter auch die Europäische Investitionsbank sowie die deutsche und dänische Exportkreditagentur – rund 900 Millionen Euro an Finanzierung und Risikobeteiligung bereit.
RWE Innogy ist mit 26,7 Prozent größter privater Anteilseigner an diesem Windkraftwerksprojekt

Die niederländische RWE Tochter Essent übernimmt den Vertrieb der gesamten Stromproduktion der zweiten Ausbaustufe des Windparks Thornton Bank. Ab Januar 2013 werden dann rund 140.000 Haushalte in Belgien mit klimafreundlichem Strom aus dem größten Offshore-Windkraftwerk des Landes versorgt. Der Stromabnahmevertrag zwischen C-Power und Essent ist zunächst auf 15 Jahre festgelegt.

Quelle: RWE

Bild: Jacket-Fundament Quelle: C-Power

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