Biodiversitätsstrategie der EU-Kommission angenommen

Die Umweltminister der Europäischen Union haben die Biodiversitätsstrategie der EU-Kommission angenommen. Mit dieser Strategie soll bis 2020 der Verlust der biologischen Vielfalt und die Verschlechterung der Ökosystemdienstleistungen in Europa eingedämmt werden.

Umweltverbände wie das Europäische Umweltbüro (EEB) und BirdLife Europe kritisierten das Engagement einiger Mitgliedstaaten für die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie als zu schwach. Immerhin sei die Strategie das Schlüsselinstrument dafür,  Ziele wie den Stopp des Artenverlusts zu erreichen, sagte der Generalsektretär des EEB Jeremy Wates. BirdLife appellierte an den Umweltrat, dem Bekenntnis zur Strategie auch Taten folgen zu lassen. Dafür müssten die Agrar- und Fischereipolitik reformiert und ausreichend Mittel im neuen EU-Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

Der NABU verwies auf Pläne der Europäischen Kommission, die Förderung für den ländlichen Raum bei den EU-Budgetverhandlungen deutlich zu kürzen oder ganz zu streichen. Die ländliche Entwicklung als sogenannte zweite Säule der EU-Agrarpolitik sei die Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum und trage entscheidend zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie zur Förderung einer naturverträglichen Landwirtschaft bei, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Zur teilweisen Wiederherstellung der Artenvielfalt und Ökosysteme sei eine ökologischere Agrarpolitik unerlässlich. Am 23. Juni stimmt das Europäische Parlament über den sogenannten Deß-Bericht ab, der unter anderem eine neue Verteilung der Agrargelder vorsieht.

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