„Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung“

– ist das Thema im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), an dem sich auch der WindPowerCluster der Nordwest-Region erfolgreich beteiligt. Beim Clustermanagements heißt es nun „Mehr Offshore“, denn: Am heutigen 22. Juni fiel die Entscheidung, dass der WindPowerCluster in die zweite Runde kommt. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Jury mit unserer Antragsskizze überzeugt haben. Damit kommen wir der Umsetzung unseres regionalen Innovationspotenzials hin zu einem marktbestimmenden Offshore-Anbieter einen Schritt näher“, sagt Ronny Meyer, Geschäftsführer der germanwind GmbH sowie der Windenergie-Agentur WAB.

Ziel des WindPowerClusters ist die Industrialisierung beim Bau und Betrieb von Offshore-Windkraftwerken und damit die Entwicklung optimierter Fertigungs- und Installationsprozesse. Gemeinsam mit zahlreichen Industrie- und Forschungs-partnern möchte der WindPowerCluster den Auf-bau der Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee umsetzen und neue Märkte auch außerhalb von Deutschland erschließen. „Wir sind auf einem guten Weg, den Cluster in die internationale Spitzengruppe innerhalb der Offshore-Branche zu positionieren“, freut sich Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter, Koordinator der Bewerbung und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Doch der weitere Ausbau der Offshore-Windenergie erfordert neben einem Verbund erfahrener Firmen auch gebündeltes Wissen, sowohl bei der grundlagenorien-tierten als auch bei der angewandten Forschung.

Zu diesem Zweck haben sich ForWind und Fraunhofer IWES, die gemeinsam mit der germanwind GmbH die Bewerbung des WindPowerClusters im Spitzenclusterwettbewerb organisieren, im Mai dieses Jahres zum „Nationalen Forschungsverbund Windenergie“ zusammengeschlossen. „Dies ist für die gesamte Nordwest-Region ein Gewinn. Wenn der WindPowerCluster als Spitzencluster aus dem Wettbewerb des BMBF hervorgeht und auf diese Weise eine gezielte offshore-Industrialisierung vorangetrieben wird, unterstützen wir damit auch das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 offshore 10 Gigawatt zu installieren“, ergänzt Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind.

Die Antragsstellung des WindPowerClusters wird von den Ländern Niedersachsen und Bremen gefördert und finanziell unterstützt. Bis zum 30. September 2011 wird das Clustermanagement des WindPowerClusters seine ausgearbeitete Cluster-Strategie beim zuständigen Projektträger Jülich einreichen. Der strategische Ansatz des Clusters beinhaltet die Optimierung von Prozessketten – von der seriellen Fertigung von Bauteilen für Windenergieanlagen bis zur Integration einer intelligenten Strom- und Speicherlogistik.

Der WindPowerCluster
Hinter dem Namen „WindPowerCluster“ stehen als Initiatoren das Zentrum für Windenergieforschung ForWind – ein Forschungsverbund der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und die Windenergie-Agentur WAB sowie deren Cluster-Partner aus Industrie und Forschung. Die Cluster-Region erstreckt sich von Emden bis Hamburg mit den Zentren Oldenburg, Bremen und Bremerhaven. Ansprech-partner innerhalb des WindPowerClusters ist die germanwind GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Windenergie-Agentur WAB, mit deren Geschäftsführer in Personalunion Ronny Meyer. Die Clusterkoordination erfolgt in enger Abstimmung mit Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind sowie mit Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter, Leiter des Fraunhofer IWES in Bremerhaven sowie Leiter des Institutes für Windenergiesysteme an der Leibniz Universität Hannover.

Und so geht es weiter: Im Dezember 2011 überzeugen sich die Fachgutachter persönlich davon, dass die Nordwest-Region und die dort ansässigen Unternehmen sowie Forschungsinstitute die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Im Januar 2012 präsentiert das Clustermanagement des WindPowerClusters seine Partner und Projekte vor der Spitzencluster-Jury, um sie davon zu überzeugen, dass der WindPowerCluster es wert ist, die Auszeichnung „Spitzencluster“ zu tragen. Wenn es zu einer positiven Entscheidung kommt, gehen unmittelbar danach die ersten Projekte in die Umsetzungsphase.

Der Wettbewerb
Innerhalb von drei Wettbewerbsrunden wählt eine hochrangig besetzte, unabhängige Jury bis zu fünf Spitzencluster aus, die über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren gefördert und jeweils mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert werden können. Das BMBF unterstützt die leistungsfähigsten Cluster aus Wirtschaft und Wissenschaft einer Region bei der Etablierung in der jeweiligen internationalen Spitzengruppe. Damit soll die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nachhaltig gestärkt werden.

Pressemitteilung: Informationsdienst Wissenschaft

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