Husumer Bildungszentrum für Erneuerbare Energien, BZEE nun auch in Korea gefragt

Es gibt einige Länder auf dieser Welt, die sich schon lange vor der japanischen Atomkatastrophe in Fukushima zum Umbau ihres Energiesystems hin zu deutlich mehr Energie aus erneuerbaren Quellen entschlossen haben.

Dazu gehört auch Südkorea. Die Vorkommnisse im Nachbarland Japan haben die Umsetzung des schon im Jahr 2008 vorgelegten 20-Jahresplan “Low Carbon, Green Growth”, der Umwelttechnologien und saubere Energie zum Wachstumsmotor für die koreanische Volkswirtschaft machen soll, nun noch beschleunigt. Zwar möchte Korea noch nicht so bald auf die Kernenergie verzichten, hat sich aber große, erneuerbare Ziele vorgenommen.

Rund 31 Milliarden Euro staatlicher Unterstützung stehen zum Ausbau “grüner Technologien“ zur Verfügung. Die Erneuerbaren sollen bis zum Jahr 2050 rund 30 Prozent des koreanischen Strombedarfs decken. Neben dem Ausbau der Solarenergie setzt Korea dabei besonders auf die Windenergie. Bis zum Jahr 2019 sollen Windturbinen im Land und auf dem Meer mit einer Leistung von 2,5 GW installiert werden.

Traditionell ist Deutschland ein wichtiger Wirtschaftspartner und Vorbild Südkoreas. So wurde z.B. das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz in weiten Teilen übernommen. “Made in Germany” ist auch bei der Qualifizierung von Technikern sehr gefragt.

Kein Wunder also, dass Choong-Yul Son, Vize-Präsident des Weltwindverbands, WWEA, sowie Jong-Hwan Park und Kim Ill-Soo, Professoren der staatlichen Universität in Mokpo im Juni dem Husumer Bildungszentrum für Erneuerbare Energien, BZEE einen Besuch abstatteten, um eine mögliche Ausbildungskooperation vorzubereiten.

Mokpo ist eine Hafenstadt in der Provinz Jeollanam-do, die im äußersten Südwesten des Landes an der Mündung des Flusses Yeongsan ins Gelbe Meer liegt.

“Nachdem nun in zahlreichen europäischen Ländern sowie in den USA und Kanada gemäß unserer zertifizierten BZEE-Standards ausgebildet wird, freuen wir uns jetzt sehr, nun auch in Asien mit unserer langjährigen Kompetenz auf deutliches Interesse zu stoßen”, sagt Nils Peters, BZEE-Geschäftsführer.

Vom BZEE wurden in den vergangenen 11 Jahren mehr als 1.400 Servicetechniker für Windenergieanlagen in Deutschland ausgebildet.

Es gibt inzwischen in Frankreich, Großbritannien, Irland, Kanada und in den USA Ausbildungspartner des BZEE. 80 Unternehmen der Windenergiebranche sind Mitglied im BZEE e.V. und erstellen gemeinsam mit den Mitarbeitern des BZEE immer wieder aktuell die branchenspezifisch angepassten Ausbildungsinhalte und Lehrgänge.

Weitere Informationen:

www.bzee.de

Kromrey Kommunikation

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